Samstag 18. November 2017

23. Juni 2017 - FarmerNews

Die Erongo-Region soll eine Käse-Fabrik bekommen. Das kündigte Gouverneur Mutjavikua an. Die Fabrik soll im nächsten Haushaltsjahr entstehen – finanziert von internationalen Investoren und Akteuren aus Namibia. Mutjavikua verwies darauf, dass importierter Ziegenkäse teuer sei. In der neuen Fabrik solle dieser dann künftig mit Unterstützung der lokalen Farmer günstiger hergestellt werden. Der Gouverneur kündigte außerdem ein Anbauprojekt an, das mit entsalztem Wasser versorgt werden soll. Er sagte, die Landwirtschaft müsse auch in die Wüste gebracht werden.

Die natürlichen Ressourcen schützen und erhalten – das ist aus Sicht der Regierung eine wichtige Zukunftsaufgabe in Namibia. Die stellvertretende Landwirtschaftsministerin Shiweda verwies auf Zahlen, nach denen die namibische Landwirtschaft unter den sieben am meisten vom Klima-Wandel bedrohten weltweit sei. Steigende Temperaturen, sinkende Regenmengen und häufigere Dürren stellten die Farmer vor große Herausforderungen. Die Ministerin erklärte, die Regierung werde sich verstärkt um Maßnahmen gegen Bodenerosion und Entwaldung kümmern. Vor allem lokale Farmer müssten sich außerdem nach zusätzlichen wirtschaftlichen Standbeinen zum Beispiel im Tourismus umsehen.

Ein neues Anbausystem soll auch in Städten und auf dem Land die Produktion von Gemüse erleichtern. Das Projekt „Aquaponics“ wurde von der Organisation Namibia Future Farming und der finnischen Botschaft vorgestellt. Die Pflanzen werden auf steinigen Untergrund in Bassins gepflanzt. Das Wasser zur Versorgung kommt aus einem Tank, in dem Fische leben. Über einen angeschlossenen Wasserkreislauf werden die Wurzeln versorgt. Der Fisch-Exkremente im Wasser wirken wie Dünger. Nach Angaben der Entwickler kann ein solches System mit wenig Aufwand in jedem Haushalt installiert werden und sich jeder so Gemüse anbauen.

Das Farmerwetter für die kommenden sieben Tage: In den nördlichen Farmgebieten wird es tagsüber warm um 25 Grad. Nachts liegen die Temperaturen um 10 Grad. In den kommerziellen Farmgebieten des „Mais-Dreiecks“ tagsüber 23 bis 25 Grad, nachts deutlich kühler um 3 Grad. In den östlichen Farmgebieten wechselhafter zwischen 22 und 27 Grad am Tag und 6 bis 10 Grad in der Nacht. In den zentralen Farmgebieten um Windhoek um 22 bis 24 Grad am Tag. Nachts wechselhaft zwischen 3 und 5 Grad. Im Süden zunächst etwas wärmer mit 25 bis 27 Grad am Tag und 8 bis 11 Grad in der Nacht. Ab Donnerstag tagsüber um 21 Grad und nachts 6 Grad. Die Brandgefahr ist landesweit „hoch“. Die UV-Strahlung ist mit Werten zwischen 5,2 bis 5,5 „mittelmäßig“ bis „hoch“.

Werbung

 
 

FarmerNews