Dienstag 23. Mai 2017

24. Februar 2017 - FarmerNews

Es sind starke Worte an einige Resettlement-Farmer: Bei einer Versammlung in der Nähe von Otjiwarongo sagte Landreform-Minister Nujoma, die Neufarmer hätten die Flächen für 99 Jahre zur Verfügung gestellt bekommen. Trotzdem forderten diese immer noch Unterstützung bei Reparaturen. Dieses Abhängigkeits-Syndrom müsse zu einem Ende kommen. Auch ein Sprecher des Regionalrats von Otjozondjupa kritisierte, Zäune, Dämme und Wasserlöcher seien bei seinen Besuchen zum Teil beschädigt gewesen. Er rief die Farmer auf, sich von der kommunalen- zur kommerziellen Landwirtschaft weiterzuentwickeln und Arbeitsplätze zu schaffen.

Namibia importiert noch immer Unmengen von Mais und Weizen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums wird derzeit nur die Hälfte des Mais-, und sogar nur ein Fünftel des Weizenbedarfs aus eigener Produktion gedeckt. Eine Sprecherin sagte, ein Schlüssel zu einer größeren Produktion im Inland sei der Bewässerungsfeldbau. Regierung, private Investoren und Einzelpersonen seien gleichermaßen gefragt. Ein erster Schritt sei der derzeitige Bau des Neckartaldamms im Süden, durch den etwa 5000 ha bewässert werden können.

Die Weltorganisation für Tier-Gesundheit hat Namibia gelobt. Bei einer Konferenz in Swakopmund sagte ein Sprecher, andere afrikanische Länder könnten von Namibia lernen. Hervorgehoben wurde der Umgang mit Tierseuchen wie Lungenprest, Rinderwahnsinn, Maul- und Klauenseuche und Tollwut. Landwirtschaftsminister Mutorwa verwies auf die Erfolge im Kampf gegen die Tollwut im Norden. In Zusammenarbeit mit Deutschland habe es große Fortschritte gegeben. Rund 26.000 Tiere konnten bislang geimpft werden – das sind fünf Mal so viele wie 2015.

Menschen ins Gespräch bringen, um die Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen: das ist das Ziel der ersten „Food Namibia Trade Expo an Conference“. Sie soll Anfang Juni in Rundu stattfinden. Klein- und Großfarmer, Großhändler und Investoren sollen nach dem Willen der Organisatoren bei der Messe zu einander finden.

Das Farmerwetter für die kommenden sieben Tage: In den nördlichen Farmgebieten wird es tagsüber heiß bei 31 Grad. Nachts bleibt es warm um 18 Grad. Es sind bis zu 55 Millimeter Niederschlag vorausgesagt. In den kommerziellen Farmgebieten des „Mais-Dreiecks“ wird es ebenfalls um die 31 Grad am Tag und 18 Grad in der Nacht. Hier sind bis zu 40 Millimeter Regen möglich. In den östlichen Farmgebieten werden 30 Grad erwartet, nachts kühlt es auf etwa 17Grad ab. Bis zu 35 Millimeter Niederschlag werden vorausgesagt.  In den zentralen Farmgebieten um Windhoek wird es warm bei 29 Grad, nachts mild bei 17 Grad. Bis zu 45 Millimeter werden vorausgesagt. Im Süden sind Temperaturen um 34 Grad angekündigt. Die Nachttemperaturen liegen bei 17 bis 19 Grad. Niederschläge von bis zu 45 Millimeter sind auch hier vorausgesagt. Die Brandgefahr ist landesweit „niedrig“. Die UV-Strahlung ist mit Werten zwischen 13,5 und 14,9 „extrem hoch“.

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