Sonntag 26. März 2017

Tintenpalast

…den Tintenpalast. Das 1913 eingeweihte Verwaltungsgebäude der deutschen Kolonialverwaltung wurde vom Bauuternehmen Sander & Kock in den Jahren 1912-1913 erbaut. Es handelt sich um ein typisches Beispiel eigenständiger deutscher Kolonialarchitektur. Das Gebäude erhielt seinen Spitznamen von dem hohen Tintenverbrauch der Verwaltungsbeamten. Die umliegenden Gärten wurde 1931 angelegt. Seit der Unabhängigkeit im Jahre 1990 trägt das Gebäude den offiziellen Namen „Parliament of the Republic of Namibia“ und beherbergt die Nationalversammlung von Namibia.

Liebig-Haus

…das Liebig-Haus. Heute auch unter dem Namen „Geisterhaus“ bekannt, wurde das Gebäude 1911 als Wohnhaus auf der heutigen Farm Neu-Heusis westlich von Windhoek im Khomas-Hochland errichtet und nach dem Chemiker Justus von Liebig benannt. Es war einst Heimat hochrangiger Mitarbeiter des Unternehmens Liebig’s Extract of Meat Company (heute das Brühwürfel-Unternehmen Oxo), welches bereits im Jahre 1907 die umliegenden 200.000 Hektar Farmland erworben hatte. Seine Lage auf einem kleinen Hügel erlaubte den Bewohnern, die riesigen Rinderherden zu überwachen. Seit mehreren Jahrzehnten ist das Wohnhaus ungenutzt und verfällt zunehmend. Es war eine Zeit lang ein Nationales Denkmal Namibias.

Hoba-Meteorit

…den Hoba-Meteorit. Der etwa 2,7 x 2,7 x 0,9 Meter große Himmelskörper ist der größte bis dato auf der Erde gefundene Meteorit. Er befindet sich auf der gleichnamigen Farm in den Otavibergen bei Grootfontein. Hoba besteht zu 82 Prozent aus Eisen, zu 16 Prozent aus Nickel und zu etwa 1 Prozent aus Cobalt. Er fiel vor knapp 80.000 Jahren auf die Erde und soll 190 bis 410 Millionen Jahre alt sein. Seit 1955 ist der Hoba-Meteorit ein Nationales Denkmal Namibias.

Curt von François-Feste

…die Curt von François-Feste. Die kleine Festung auf einem Hügel westlich von Windhoek wurde 1890 auf einer Grundfläche von 8 mal 10 Metern errichtet. Sie wurde nach Curt von François, dem Gründer Windhoeks, benannt und sollte die wichtige Handelsroute vom zentralen Hochland nach Swakopmund überwachen. Später wurden Soldaten der deutschen Schutztruppe zur Ausnüchterung hierhin verlegt, weshalb sie auch scherzhaft „Trockenposten" genannt wurde. Heute sind von der Festung nur noch vereinzelte Mauerreste zu sehen. Sie ist seit 1957 ein Nationales Denkmal Namibias.

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