Sonntag 20. August 2017

10. August 2017 - Nachrichten am Morgen

Das Scheitern des Misstrauensvotums gegen den südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma hat keine Auswirkung auf die Wirtschaft. Das sagte der Wirtschaftsberater Mally Likulela von Twilight Capital Consulting gegenüber der Presseagentur NAMPA. Die Unternehmen hätten sich seit langem angepasst und gelernt, in einem unsicheren Umfeld zu agieren. Wirtschaftsexperte Frans Uusiku von Simonis Storm Securities dagegen rechnet mit einem negativen Effekt. Investoren würden auch auf politische Stabilität achten, während in Südafrika zurzeit Chaos herrsche. Nach dem Scheitern des Misstrauensvotums hatte der Rand gegenüber dem Euro gestern nachgegeben.

Angesichts der scharfen Töne zwischen den USA und Nordkorea warnt Bundesaußenminister Gabriel vor einem Atomkrieg. Zuletzt hatte das Regime in Pjöngjang seine Angriffspläne aus die US-Pazifikinsel Guam konkretisiert, Pentagon-Chef Mattis erklärte daraufhin: Das kommunistische Land sei den USA und ihren Verbündeten militärisch unterlegen.

Die Opposition in Venezuela will an den Regionalwahlen Ende des Jahres teilnehmen. Das Bündnis "Tisch der Demokratischen Einheit" hat entschieden, eigene Kandidaten für die gut 20 Gouverneursposten und Regionalversammlungen ins Rennen zu schicken. Die Abstimmung zur umstrittenen verfassunggebenden Versammlung hatte die Opposition boykottiert.

Das Umweltministerium gibt Präsident Hage Geingob und seinen Geschäftspartnern grünes Licht für ihr Siedlungsprojekt östlich von Windhoek. Laut Namibian erteilte Umweltkommissar Teofilus Nghitila Ende Juli die erforderliche Umweltfreigabe für die erste Phase des Projekts nahe Geingobs Villa an der Fernstraße zum Flughafen wenige Kilometer östlich von Windhoek. Dies umfasse mehr als 400 Wohnungen, drei Geschäfte und einen Kindergarten. Das für Phase Zwei geplante Hotel wurde laut Bericht jedoch vorerst nicht genehmigt, weil das Areal in einer ökologisch empfindlichen Zone liege. Auch seien die eingereichten Pläne nicht konkret genug. Es gab bereits Kritik am geplanten Abwassersystem, weil dadurch das Grundwasser verseucht werden könnte.

Die Eigentümer der WABI Game Lodge am Waterberg sollen widerrechtlich nicht sofort gemeldet haben, dass sechs Büffel vom Nationalpark in ihr Gebiet gewechselt sind. Das sagte der leitende Veterinär im Umweltministerium, Milton Maseko, gegenüber der Allgemeinen Zeitung. Damit hätten sie die Nachbarfarmen einem Risiko ausgesetzt. Laut Gesetz müssten Büffel außerhalb von Nationalparks sofort getötet werden, so Maseko. Büffel gelten als Überträger der Maul- und Klauenseuche. Allerdings sollen die Büffel auf dem Waterberg Plateau frei vom Erreger sein. Wabi hatte sich öffentlich beschwert, dass Anfang der Woche auf ihrem Gelände sechs Büffel vor ihren Gästen erschossen wurden.

Das Umweltministerium setzt eine Belohnung für Hinweise auf einen Vorfall aus, bei dem eine Oryx-Antilope auf grausame Weise getötet wurde. Das habe Staatssekretär Malan Lindeque gestern auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, meldet die Nachrichtenagentur NAMPA. Er bezog sich auf ein Video, das auf Sozialen Medien die Runde macht und zeigt, wie einige Männer den Oryx mit Steinen töten. Ganz am Ende ergreifen sie das Tier bei den Hörnern und schneiden ihm die Kehle durch. Wann und wo sich dies ereignet hat, ist unklar. Lindeque verurteilte die Grausamkeit. Der Vorfall werde untersucht. Details zur Belohnung für Hinweise will Lindeque später bekanntgeben.

Werbung

 
 

Deutsche Welle

Devisen