Dienstag 25. Juli 2017

10. März 2017 - Nachrichten am Morgen

Nirgendwo auf der Welt seien die Ausgaben für Staatsangestellte anteilig so hoch wie in Namibia. Dies berichtet die Allgemeine Zeitung unter Berufung auf das Finanzministerium. Indessen wirbt Finanzminister Calle Schlettwein bei der Öffentlichkeit und der Opposition für Verständnis. Es sei der Regierung bewusst, dass diese Ausgaben nicht nachhaltig seien. Die Forderungen der Lehrer und der staatlichen Krankenversorgung führen aber zu Mehrausgaben. - Im neuen Finanzjahr 2017/18 steigen die Personalkosten auf 28,4 Milliarden Namibia Dollar und machen somit 49 Prozent des Haushaltes aus. Gleichzeitig gehe die Zahl der Staatsangestellten jedoch um mehr als 10 Prozent auf etwa 90.000 zurück.

Vom neuen Staatshaushalt 2017/18 sind auch einige der großen, verlustbringenden Staatsunternehmen betroffen. So kann Air Namibia nur noch mit einer finanziellen Unterstützung von knapp 490 Millionen Namibia Dollar rechnen. Im laufenden Finanzjahr waren es noch 200 Millionen Namibia Dollar mehr. TransNamib muss mit nur 220 Millionen Dollar auskommen, während der Studentenfonds und die Trainingsbehörde gut 25 Prozent weniger Subventionen erhalten. Lediglich die Wissenschafts- und Technikuniversität NUST hat Aussichten auf mehr Geld.

Nach der Brandkatastrophe in einem Kinderheim in Guatemala ist die Zahl der getöteten Mädchen auf 34 gestiegen. Rund 20 Verletzte werden noch stationär behandelt, einige von ihnen schweben noch in Lebensgefahr. Laut Behördenangaben handelte es sich bei den Opfern um Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren. Das Feuer war am Mittwoch ausgebrochen. Medienberichten zufolge war in der Nacht eine Revolte gegen mutmaßlichen sexuellen Missbrauch durch das Personal sowie schlimme Lebensbedingungen ausgebrochen.

Südkoreas Präsidentin Park wird ihres Amtes enthoben - das südkoreanische Verfassungsgericht hat damit die Entscheidung des Parlaments in Seoul bestätigt. Innerhalb der nächsten 60 Tage muss jetzt neu gewählt werden. Park war über die Korruptionsaffäre einer Vertrauten gestolpert. Die Freundin soll ihre Beziehungen zu Park genutzt haben, um Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich dabei persönlich zu bereichern. Gegen die Präsidentin hatten wochenlang hunderttausende Südkoreaner demonstriert.

Mindestens 64 Schulen in der Region Omusati sind seit gestern geschlossen. Laut dem Namibian wurden fast 20.000 Schüler nach Hause geschickt, nachdem die Schulen aufgrund von Überschwemmungen nicht nutzbar seien. Die Entscheidung des regionalen Bildungsrates basiere auf den Ergebnissen einer Analyse des Katastrophenschutz-Komitees. Die weitere Entscheidung, darunter Nothilfe, läge nun beim Büro der Premierministerin. – Wasserexperten gehen von einer erneuten Flutwelle aus, nachdem die Schleusen des größten Stausees in Angola geöffnet wurden.

Die Rehoboth Baster dürfen keine Grundstücke im Stadtgebiet von Rehoboth eigenständig abgeben. Dies entschied das Obergericht in Windhoek, wie die Allgemeine Zeitung berichtet. Das Gericht bezog sich in der Begründung auf ein Gesetz von 1993, wonach autonome Gebiete von vor der Unabhängigkeit nun integraler Bestandteil des unabhängigen Namibias seien. Geklagt hatte die Stadtverwaltung von Rehoboth, nachdem die Landnahme unter Begründung auf traditionelles Siedlungsgebiet zugenommen hatte. - Die Rehoboth Baster hatten, anders als viele der anderen Volksgruppen, ihr traditionelles Siedlungsgebiet ohne die Anerkennung einer „Traditionellen Führung“ abgeben müssen.

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