Samstag 14. Dezember 2019

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10. Mai 2019 - Nachrichten am Morgen

Knapp vier Wochen nachdem der NIMT-Geschäftsführer Eckhart Müller und dessen Stellvertreter Heimo Hellwig im Stile einer Hinrichtung erschossen wurden, hat die Staatsanwaltschaft formal Anklage gegen einen Tatverdächtigen erhoben. Bei dem Beschuldigten handelt es sich um den 57jährigen Ernst Lichtenstrasser, der beim namibischen Institut für Minenkunde angestellt ist und auf sozialen Netzwerken bereits seit geraumer Zeit als möglicher Täter gehandelt wird. Laut Allgemeiner Zeitung wurden entsprechende Spekulationen unter anderem durch den Umstand genährt, das Lichtenstrasser angeblich zunächst als Lehrer bei NIMT entlassen und dann gegen seinen Willen von Tsumeb nach Keetmanshoop versetzt wurde. Lichtenstrasser bestreitet den Doppelmord allerdings energisch. Medienvertretern gegenüber äußerte er das er zu Unrecht verdächtigt werde und vollkommen unschuldig sei. Die Polizei habe in seiner Person den Falschen verhaftet und solle sich die Hintergründe des Falls erneut vergegenwärtigen.

Mehrere regionale Gouverneure haben die derzeitige Dürre als die Schlimmste in der letzten Zeit beschrieben. Mit am stärksten betroffen sind die Anbauregionen Sambesi, Kavango Ost, Kavango West, Omusati, Oshana, Ohangwena und Oshikoto. Präsident Hage Geingob erklärte die Dürre am Montag zum Ausnahmezustand, und seitens der Regierung wurden 570 Millionen Namibia Dollar bereitgestellt. Laut Namibian hatte gestern Ministerpräsidentin Saara Kuugongelwa-Amadhila in Windhoek mit den Gouverneuren der Regionen darüber gesprochen, wie die Dürrehilfe nun eingeführt werden kann. Weiterhin teilte sie den Gouverneuren mit, dass 10 Millionen Namibia Dollar der insgesamt 570 Millionen Namibia Dollar für die Lieferung von Wasser in betroffene Gemeinden bestimmt sind, während 11,4 Millionen Namibia Dollar für das Bohren und Sanieren von Bohrlöchern bereitgestellt werden.

Bereits seit einigen Jahren will sich Namibia zur Logistik-Drehscheibe für das südliche Afrika entwickeln. Laut Allgemeiner Zeitung sieht ein Teil des Planes eine Bahnverbindung von Walvis Bay nach Botswana vor. Wenngleich beide Länder bereits eine Grundsatzabmachung unterschrieben haben, bietet sich jetzt Südafrika als Alternative an. Transnet, die staatliche Bahngesellschaft Südafrikas, hat sich im vergangenen Februar mit ihren botswanischen Kollegen und Vertretern der Botswana Rail getroffen. Südafrika erhofft sich laut Fin24 den Zugang zu den Kohlereserven Botswanas, welche auf etwa 212 Milliarden Tonnen geschätzt werden. Dies widerspricht dem namibisch-botswanischen Abkommen auf dem Jahre 2014, dass eine solche Verbindung nach Walvis Bay herstellen wollte und damit den Export des Produktes nach Indien und China ermöglichen sollte.

Präsident Hage Geingob glaubt an den Traum der Vereinigten Staaten von Afrika, der die afrikanischen Staaten mit einer Währung, einem Reisepass und einem Militär ausstattet. Dessen Verwirklichung liege an den aktuellen Staats- und Regierungschefs. Geingob äußerte sich dazu bei einem Staatsdinner zu Ehren des guineischen Präsidenten Alpha Condé am Mittwoch. Auch sollen alle souveränen Länder Regionen Afrikas aufbauen, damit sich die Menschen frei auf dem Kontinent bewegen können. Er erklärte weiter, dass die grenzüberschreitende Bewegung auf dem Kontinent erleichtert werden müsse, um sicherzustellen, dass qualifizierte und gebildete Afrikaner ihr Wissen und ihre Fachkenntnisse auf dem Kontinent einsetzen können. Präsident Geingob sagte, dass das Afrika, das wir wollen, in unseren Händen läge. Wir sind die Treiber unseres eigenen Schicksals. Wir können Armut und Hunger beseitigen, den Frieden wiederherstellen und denen, die sich im Krieg befinden, Hoffnung geben“.
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