Montag 23. Oktober 2017

10. Oktober 2017 - Nachrichten am Morgen

Erwartungsgemäß spaltet sich die regierende SWAPO-Partei vor dem anstehenden Parteikongress in die bekannten zwei Lager auf. Die Fraktion um Gründungspräsident Sam Nujoma tritt gegen das Lager von Staatspräsident Hage Geingob an. So kämpfen nun neben Geingob noch Nahas Angula und Jerry Ekandjo um die SWAPO-Präsidentschaft. Traditionell stehen die Chancen für den SWAPO-Präsident gut, nächster Staatspräsident Namibias zu werden. Netumbo Nandi-Ndaitwah kämpft gegen Pendukeni Iivula-Ithana und Helmut Angula um den Vizeposten. Sophia Shaningwa bekommt es mit Armas Amukwiyu bei der Wahl des Generalsekretärs zu tun.

Finanzminister Calle Schlettwein hat den Leiter der Anti-Korruptionskommission ACC gerügt. Wie der „Namibian“ berichtet hatte Schlettwein vor knapp einer Woche seine Ablehnung gegenüber einer Entscheidung von ACC-Geschäftsführer Paulus Noah in einem Brief zum Ausdruck gebracht. Er lehne die Entscheidung zur Einstellungen von Ermittlungen im Fall der Bezahlung von ausländischen Anwälten ab. Es soll um etwa 36 Millionen Namibia Dollar gehen. Das Geld sei an britische Anwälte im Rahmen der bilateralen Konsultationen Namibias mit Deutschland zum Völkermord geflossen, hieß es.

Zwei Flüge der Air Namibia ab Walvis Bay mussten gestern wegen unbezahlter Kerosin-Rechnung knapp zwei Stunden am Boden bleiben. Einem Bericht der „Allgemeinen Zeitung“ nach, habe sich das Treibstoff-Versorgungsunternehmen geweigert die beiden Airbus 319 zu betanken. Es seien offene Rechnungen zunächst zu begleichen, hieß es weiter. Damit verzögerten sich die Flüge nach Windhoek und Kapstadt um jeweils zwei Stunden. Laut Air Namibia wurde die Rechnung bezahlt, sei aber aufgrund des Wochenendes bisher nicht dem Kunden gutgeschrieben worden.

Nach der Einigung mit der Schwesterpartei CSU in der Flüchtlingsfrage hat CDU-Chefin Merkel FDP und Grüne für kommende Woche zu Sondierungsgesprächen eingeladen. Der Kompromiss der Union sieht vor, dass pro Jahr - in der Regel - nur 200.000 Flüchtlinge aufgenommen werden. Die Grünen kritisieren, dass das unter anderem zu Kosten des Familiennachzugs geschehen soll.

Im US-Bundesstaat Kalifornien wüten erneut schwere Waldbrände. Betroffen ist die Region nördlich von San Francisco. Mindestens 10 Menschen kamen Behördenangaben durch die Feuer ums Leben. Mehr als 20.000 mussten ihre Häuser verlassen. Hunderte Häuser fielen den Flammen bereits zum Opfer.

Das Umweltministerium geht davon aus, dass die Zahl der toten Flusspferde im Nordosten weiter ansteigen wird. Man habe für heute eine weitere Zählung der toten Tiere geplant, hieß es. Vergangene Wochen waren 52, am Wochenende dann bereits 109 tote Flusspferde gesichtet worden. Die offiziellen Laborergebnisse des Staatsveterinärs zur Todesursache lägen noch nicht vor. Das Ministerium wollte einen Ausbruch von Milzbrand bisher nicht bestätigen. 

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