Mittwoch 20. September 2017

11. August 2017 - Nachrichten am Morgen

Das Kongo-Fieber hat in Namibia erneut ein Todesopfer gefordert. Laut Presseagentur NAMPA starb am Mittwoch im Zentralkrankenhaus in Windhoek ein 63-jähriger Mann aus einem Dorf bei Okahao im Norden des Landes. Demnach ist er Anfang August nach Windhoek gereist und wegen hohen Fiebers, Übelkeit und Schmerzen im ganzen Körper ins Krankenhaus gebracht worden. Bluttests haben den Verdacht auf Krim Kongo-Fieber bestätigt. Drei Personen, die engen Kontakt zum Verstorbenen hatten, stehen im Krankenhaus unter Quarantäne. Auch das Heimatdorf des Mannes wird beobachtet. Offenbar war der Mann von einer Zecke gebissen worden. - Ende Februar war ein 26-jähriger Farmarbeiter aus der Gegend von Gobabis an Kongo-Fieber gestorben.

Das Unternehmen Namibian Marine Phosphate NMP will die Freigabe für den Phosphat-Abbau vor der Küste Namibias gerichtlich erstreiten. Laut Allgemeiner Zeitung begründete NMP seine Klage gestern vor Gericht damit, zu einer Anhörung Ende Oktober 2016 nicht eingeladen worden zu sein. Daher sei auch die danach erfolgte Annullierung der Umweltfreigabe durch Umweltminister Pohamba Shifeta rechtswidrig. Shifeta hatte die zuvor erteilte Freigabe im November ausgesetzt, weil das vorgeschriebene Verfahren nicht vollständig eingehalten wurde. Zugleich hatte er weitere Anhörungen aller Betroffenen angeordnet. Es geht um den Abbau von Phosphat am Meeresboden 120 Kilometer südwestlich von Walvis Bay. Die Fischereibranche fürchtet um die Fischbestände.

An der Firma, die sich um den Auftrag zur Kontrolle von Telefonaten zwischen Namibia und dem Ausland bewirbt, sind gut vernetzte Persönlichkeiten beteiligt. Laut Namibian handelt es sich dabei um den Chef der Statistikagentur, Alex Shimuafeni, den Anwalt Brian Kauta, den Geschäftsmann Tobie Aupindi und zwei weitere Personen. Gegen Aupindi läuft ein Verfahren wegen Korruption in seiner Zeit als Chef des staatlichen Rastlager-Betreibers Namibia Wildlife Resorts. Der Auftrag zur Überwachung aller Telefonate und Textbotschaften zwischen dem In- und Ausland hat laut Bericht ein Volumen von drei Milliarden Namibia Dollar im Jahr.

Im Atomstreit zwischen Nordkorea und den USA geht das Säbelrasseln weiter. US-Präsident Trump sagte, seine Warnung an Pjönjang sei vielleicht nicht hart genug gewesen. Nordkorea solle sich lieber zusammenreißen, sonst würde es Ärger kriegen wie nur wenige Staaten zuvor. Bei US-Verteidigungsminister Mattis hört sich das schon anders an

Bei Unwettern in Norditalien sind mindestens drei Menschen getötet worden - dutzende wurden verletzt. Im Nordosten des Landes brach vorübergehend das Stromnetz zusammen - rund 70.000 Menschen waren betroffen.

Der Vorfall, bei dem eine Oryx-Antilope auf grausame Weise getötet wurde, hat sich auf einer Farm im Süden Namibias zugetragen. Das habe das Umweltministerium gestern mitgeteilt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Man bedanke sich für Hinweise der Öffentlichkeit. Am Mittwoch hatte das Ministerium den Vorfall verurteilt, der per Video auf Facebook die Runde gemacht hatte. Der Oryx wurde mit Steinen beworfen und schließlich per Schnitt durch die Kehle getötet. Angeblich war den Männern die Munition ausgegangen. Die Namen der Farm und der beteiligten Männer nannte das Ministerium laut AZ nicht. Das Video wurde inzwischen gelöscht. 

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