Mittwoch 24. April 2019

11. Februar 2019 - Nachrichten am Morgen

Heftige Regenfälle haben im Süden Namibias nicht nur Segen gebracht, sondern auch Schäden angerichtet und ein Menschenleben gefordert. Laut Presseagentur NAMPA riss die Flutwelle in einem Rivier bei der Hobas Lodge nahe dem Aussichtspunkt am Fish River Canyon am Freitagabend ein Zelt fort. Ein 22-Jähriger sei mitgerissen und am Samstagmorgen tot geborgen worden, acht weitere Personen überlebten. Das Lodge-Restaurant von NWR wurde durch Schlamm und Wasser verwüstet. Die Allgemeine Zeitung berichtet von Schäden an der Fernstraße B1 und weiteren Straßen sowie von entwurzelten Bäumen bei Maltahöhe. An vielen Orten sei am Wochenende heftiger Regen gefallen - 55 mm bei der Canyon Lodge, 46 mm bei Grünau und 165 mm bei Aroab. Der Füllstand des Naute-Stausees stieg von knapp 62 auf fast 99 Prozent.

Die Lage der Wilden Pferde im Namib Naukluft Park bei Garub hat sich erneut verschlechtert. Auch das letzte der jüngst geborenen fünf Fohlen sei von Hyänen gerissen worden, teilte die Wild Horses Foundation laut Allgemeiner Zeitung mit. Das Umweltministerium habe erneut zugesichert, die Hyänen so bald wie möglich umzusiedeln. Indessen erklärte der Brown Hyena Research Project Trust Fund in einer Pressemitteilung, dass eines der Hyänen-Weibchen tragend sein könnte, und mahnte ein angemessenes Vorgehen an. Zudem widersprach der Fonds der Darstellung der Wild Horses Foundation, es habe vor dem Beginn der Dürre 2013 bei Garub keine Hyänen gegeben. Auch seien die Hyänen keinesfalls der Hauptgrund für die bedrohliche Lage der Pferde.

Ex-Staatssekretär und Ex-Botschafter Hanno Rumpf ist tot. Der 60-Jährige sei am Freitag in seinem Haus in Swakopmund an einem Herzleiden gestorben, berichtet die Allgemeine Zeitung. Rumpf hatte sich bereits als Student gegen das Apartheids-Regime Südafrikas engagiert. 1984 ging er nach Deutschland, um dem Wehrdienst zu entgehen. Dort arbeitete er unter anderem als Pressesprecher der SWAPO-Vertretung in Bonn. Nach der Unabhängigkeit war er Staatssekretär in verschiedenen Ministerien und Botschafter Namibias in Deutschland, den Benelux-Ländern, der Schweiz und bei der EU in Brüssel. Laut AZ hinterlässt Rumpf seine Mutter und drei Geschwister.

Präsident Hage Geingob hat die Wahl der Präsidenten in der Demokratischen Republik Kongo und in Madagaskar begrüßt. Dies trage zur Konsolidierung der politischen Prozesse in der SADC-Region bei, erklärte Geingob laut Presseagentur NAMPA am Samstag bei der Sitzung der Staats- und Regierungschefs der SADC-Staaten im äthiopischen Addis Abeba. DRC-Präsident Felix Tshisekedi und Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa unterrichteten das Gremium über die politische und sozioökonomische Lage in ihren Ländern. Geingob kehrt heute nach Namibia zurück.

Beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hat Ägypten den Vorsitz von Ruanda übernommen. Nach der feierlichen Amtsübergabe kündigte Ägyptens Präsident al-Sisi für dieses Jahr ein Forum für Frieden und Entwicklung in der süd-Ägyptischen Stadt Aswan an. Die Afrikanische Union befasst sich auf dem Gipfel unter anderem mit den Ursachen für Flucht und Vertreibung. Mehr als ein Drittel aller gewaltsam vertriebenen Menschen leben auf dem afrikanischen Kontinent.


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