Mittwoch 23. September 2020

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11. September 2020 - Nachrichten am Morgen

Der namibische Geschäftsmann Vaino Nghipondoka soll im Rahmen des „Fishrot“-Skandals indirekt mindestens 21 Millionen Namibia Dollar vom isländischen Fangunternehmen Samherji erhalten haben. Dies berichtet der Namibian. Nghipindoka bestätigte eine Verbindung zu dem Unternehmen, wies aber derartige Zahlungen vehement zurück. Zudem sei die Summe „nichts Besonderes“, da sie seit 2016 geflossen sei. Er habe dafür Beratungsdienstleistungen durchgeführt. Mit dem Skandal habe er nichts zu tun, so Nghipindoka. - Samherji wird vorgeworfen unter anderem zwei seit November inhaftierte namibische Ex-Minister mit Millionenzahlungen bestochen zu haben.

Der Windhoek Stadtrat hat vorgeschlagen Stadtdirektor Robert Kahimise nur einen Monat vor seinem freiwilligen Ausscheiden zu entlassen. Hintergrund sind Rechtskosten die so eingespart werden können, berichtet der Namibian. Die Stadt würde so Disziplinaranhörungen verhindern, wo es um Kahimises Doktorarbeit geht, die er aus der Stadtkasse bezahlen lassen haben soll. Dafür soll Kahimise zum 15. September ausscheiden, kein Gehalt mehr danach erhalten. Seine disziplinarische Anhörung Mitte Oktober würde entfallen. - Kahimise, der seit seinem Amtsantritt vor einigen Jahren nicht unumstritten war, wird neuer Geschäftsführer des regionalen Stromversorger CenoRED.

Die Regierung muss die strikten Maßnahmen im Kampf gegen die COVID19-Pandemie zum Wohle der Wirtschaft beenden. Dazu rief die Oppositionspartei IPC auf. Es gehe der SWAPO nur um Machausweitung im Rahmen des Ausnahmezustandes und nicht um die Sache selber, zeigte sich IPC-Präsident Panduleni Itula überzeugt. Man fühle sich an eine Diktatur erinnert. Die steigende Armut ist seiner Meinung nach deutlich gefährlicher für das Land als das Virus. Es dürfe zudem nicht sein, dass Touristen sich frei im Land bewegen dürfen, Namibier hingegen nicht. Die IPC sei zudem strikt gegen die Öffnung der Schulen in diesem Jahr.

Polizeigeneralinspektor Sebastian Ndeitunga hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass Ermittlungen wegen Polizeigewalt nur halbherzig verfolgt werden würden. Er persönlich und kein anderer Mitarbeiter von Nampol unterstütze oder verdecke, Gewalthandlungen von Polizisten gegen unschuldige Zivilisten. Jeder der Gewalt ausübe obwohl er eigentlich gegen Gewalt vorgehen müsse, muss sich vor dem Gesetz und allen Namibiern verantworten, so Ndeitunga. Die Entscheidung über eine Anklage fälle schlussendlich der Generalstaatsanwalt. Davon unabhängig drohen Polizisten die unnötige Gewalt gegen Zivilisten einsetzen, interne Disziplinarmaßnehmen, heißt es weiter. Etwa jeder zweite Polizist, insgesamt 56, wurden 2019/20 aus diesem Grund aus dem Dienst entfernt.

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