Sonntag 19. August 2018

12. Februar 2018 - Nachrichten am Morgen

In diesem Jahr wird die Wirtschaft Namibias wieder leicht wachsen - trotz Sparkurs der Regierung. Das war laut Allgemeiner Zeitung die Hauptbotschaft einer Veranstaltung zur Wirtschaftsentwicklung am Freitag in Windhoek. Vor allem der Bergbau werde die Konjunktur antreiben, sagte die Ökonomin der Standard Bank, Haufiku Namunime. Man rechne damit, dass rund 50 Prozent mehr Uran gefördert werde. Allerdings seien die Preise auf dem Weltmarkt unsicher. Andere Risiken sind Namunime zufolge die Konjunktur in Südafrika und die vom Regenfall abhängige Landwirtschaft Namibias. Laut AZ erklärte Finanzminister Calle Schlettwein während der Podiumsdiskussion, er gehe von rund zwei Prozent Wachstum aus. Die Regierung werde weiter sparen, allerdings vielleicht nicht in der Härte wie bisher.

Südafrikas Regierungspartei ANC berät heute in Johannesburg über die Zukunft von Staatschef Zuma. Das Exekutivkomitee der Partei könnte ihn wegen anhaltender Korruptionsvorwürfe abberufen. Der Präsident hätte zwar das Recht, das zu ignorieren, allerdings würde ihn ein Vertrauensentzug seiner Partei weiter beschädigen. Zumas Präsidentschaft wird seit Jahren von Korruptionsskandalen und einer schwächelnden Wirtschaft überschattet.

Der UN-Sicherheitsrat prüft heute einen Resolutionsentwurf mit der Forderung nach einer 30-tägigen Feuerpause in Syrien. Damit sollten humanitäre Hilfen ermöglicht werden, heißt es in dem von Schweden und Kuwait eingebrachten Text. Zuletzt waren durch Bombardierungen der syrischen Regierungstruppen mehr als 240 Zivilisten getötet worden.

In Walvis Bay sind vier neue Container-Brücken aus China eingetroffen. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, sollen die Kräne gegen Ende des Jahres nach Fertigstellung des 600 Meter langen neuen Container-Terminals zum Einsatz kommen. Laut Hafenbehörde NamPort sollen sie das Be- und Entladen der Schiffe deutlich beschleunigen, so dass die Schiffe schneller wieder ablegen können. Demnach kommen die neuen Kräne auf 30 bis 40 Container pro Stunde, während die zurzeit genutzten Kräne nur 15 Container schaffen. Die Kosten betragen laut NamPort 440 Millionen Namibia Dollar.

Die Tarife für Taxis und Kleinbusse sollten um 20 Prozent angehoben werden. Das fordere die Namibia Taxi and Transport Union NTTU, berichtet der Namibian. Auf einer Pressekonferenz am Freitag habe NTTU-Präsident Werner January zudem erneut über hohe Strafgebühren für Verstöße gegen Verkehrsregeln geklagt. Er appellierte an die Behörden, eine Abzahlung in Raten zuzulassen. January zufolge gibt es in Windhoek nach wie vor nicht genügend Taxi-Stände. Die Fahrer seien daher gezwungen, auch an nicht erlaubten Stellen zu halten, um Fahrgäste abzusetzen oder aufzunehmen. Die NTTU plant für kommende Woche eine Demonstration der Taxi-Fahrer vor dem Hauptquartier der City Police im nördlichen Industriegebiet.

An den Schulen sollten Vorstände und Eltern Druckmittel erhalten, um die Leistung von Lehrkräften einzufordern. Das habe Finanzminister Calle Schlettwein am Freitag erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Ein Schulvorstand sollte durchgreifen können, wenn Lehrer einen mangelhaften Unterricht erteilen oder dauernd abwesend sind - bis hin zur Entlassung des Schulleiters. Schlettwein reagierte damit auf die Frage, wie man die Leistung der Lehrkräfte verbessern kann. Laut NAMPA gibt das Bildungsministerium 85 Prozent seines Etats von fast 12 Milliarden Namibia Dollar für Gehälter aus.


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