Sonntag 19. August 2018

12. März 2018 - Nachrichten am Morgen

Die Behörden in Walvis Bay fahnden nach dem Schiff, das vergangene Woche im Meer Schweröl abgelassen hat. Laut Allgemeiner Zeitung wurden einige der vor Anker liegenden Schiffe unter die Lupe genommen; auch seien Taucher im Einsatz. Am Strand bei Afrodite Beach nördlich der Hafenstadt war Ende vergangener Woche auf einem rund 100 Meter langen Abschnitt Öl angespült worden. Mitarbeiter der Hafenbehörde NamPort, des Umwelt- und Fischereiministeriums, der Marine, des Delfinprojektes sowie von Privatfirmen waren am Wochenende dabei, das Öl zu entfernen. Vögel waren dem Bericht zufolge kaum betroffen. Die Küstenbewohner wurden aufgerufen, weitere Ölflecken und verschmutzte Vögel sofort zu melden.

Das Ministerium für Bodenreform stellt seit dem gerichtlichen Verbot, die Bodensteuer einzutreiben, weder Steuerbescheide noch Freigabeerklärungen aus. Das teilte der Famerverband NAU in seinem Rundbrief am Freitag mit. Damit sei der Transfer von Farmen nicht mehr möglich. Der Exekutivrat der NAU habe das Problem in einem dringlichen Treffen mit dem leitenden Abschätzer Rudolf !Nanuseb angesprochen. Das Gespräch sei positiv verlaufen und man wolle in den kommenden zwei Wochen bei weiteren Treffen unter Anwesenheit von Anwälten eine Lösung finden. - Das Obergericht hatte vor knapp drei Wochen entschieden, dass das Ministerium die Bodensteuer nicht erheben darf, bis zur laufenden Klage gegen das Erhebungsverfahren ein Urteil gefallen ist. Dieser Klage zufolge wurde der Wert der Farmen nicht vorschriftsmäßig, sondern willkürlich festgelegt.

Der traditionelle Führer der OvaHimba, Hikuminue Kapika, hat seinen Status als offiziell anerkannter Chief verloren. Laut Namibian hob das Obergericht am Freitag die Entscheidung der ehemaligen Ministerin für ländliche Entwicklung, Sophia Shaningwa, von Mitte 2016 auf. Grund: Sie habe Kapikas Halbbruder, Mutaambanda Kapika, vor ihrem Beschluss nicht angehört. Mutaambanda hatte die Klage angestrengt. Er sei von seiner Gemeinschaft als Chief anerkannt worden, nachdem sein älterer Halbbruder sie im Widerstand gegen das geplante Baines-Wasserkraftwerk im Stich gelassen habe. Ihm zufolge wurde sein Halbbruder von Regierungsvertretern, Geschäftsleuten und einer chinesischen Baufirma dazu bewegt, zum Fürsprecher des Projekts zu werden. Das Baines-Projekt gefährdet heilige Grabstätten der Himba.

Das Gesundheitsministerium kommt mit dem ihm zugewiesenen Geld fürs kommende Finanzjahr nicht aus. Die Summe von 6,5 Milliarden Namibia Dollar reiche nicht für die geplanten Projekte, erklärte Minister Bernard Haufiku laut Presseagentur NAMPA am Samstag. Man müsse dringend mehr Ärzte und Zahnärzte, Apotheker und Krankenschwestern anstellen. Im Zentralhospital in Windhoek soll Haufiku zufolge eine Intensivstation für Kinder eingerichtet, die Notfallaufnahme renoviert und ein Programm für Schlangenbisse eingeführt werden. Dafür habe man innerhalb der kommenden drei Jahre zwei Milliarden Dollar beantragt, aber nur 100 Millionen erhalten. Hinzu kommt laut Haufiku, dass noch fast eine Milliarde Dollar an Schulden zu begleichen sind. Das Gesundheitsministerium ist eines der wenigen Ressorts, für die im kommenden Haushalt mehr Geld vorgesehen ist als im laufenden Finanzjahr.

Der weltweite Handel mit Großwaffen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Das hat das Friedensforschungsinstitut Sipri bekanntgegeben. Im Zeitraum von 2013 bis 2017 wurden insgesamt zehn Prozent mehr Großwaffen verkauft als in den fünf Jahren davor. Deutschland steht auf Platz vier der größten Exporteure, hinter den USA, Russland und Frankreich. Größter Waffeneinkäufer weltweit ist Indien, gefolgt von Saudi-Arabien und Ägypten.

Bei einer Messerattacke vor der Residenz des iranischen Botschafters in Wien ist der Angreifer getötet worden. Ein 26-jähriger Österreicher hatte einen Wachposten mit einem Messer angegriffen. Nachdem der Soldat zunächst vergeblich Pfefferspray eingesetzt hatte, griff er zur Waffe. Das Motiv des Angriffs ist unklar.

In New York sind bei einem Hubschrauberunglück mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Stadt teilte auf Twitter mit, der Hubschrauber sei in den Fluss East River gestürzt. Warum der Hubschrauber abgestürzt ist, ist noch nicht bekannt. Taucher suchen derzeit nach Überlebenden.


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