Montag 18. Dezember 2017

12. Oktober 2017 - Nachrichten am Morgen

Der Stadtrat von Katima Mulilo ist beim Abriss von Wohnhütten illegal vorgegangen. Laut der Ministerin für Städtische und Ländliche Entwicklung, Sophia Shaningwa, und Attorney-General Sacky Shanghala gab es keinen Gerichtsbeschluss dazu. Die Zerstörung der illegal errichteten Hütten sei mit sofortiger Wirkung gestoppt worden. Die Stadtverwaltung von Katima Mulilo wurde angewiesen erschlossenes Bauland zu schaffen. Zwar habe der Stadtrat den illegalen Siedler ausreichend Zeit zum Verlassen des Lands gegeben, dennoch war ein Abriss ohne richterliche Entscheidung illegal.

Der Kleinkrieg zwischen Finanzminister Calle Schlettwein und dem Geschäftsführer der Anti-Korruptionskommission ACC, Paulus Noa, geht weiter. Noa warf laut Namibian Schlettwein ein falsche Verhalten vor. Er stelle in Frage, warum der Finanzminister 47 Millionen Namibia Dollar an britische Rechtsanwälte überwiesen habe, wenn er davon ausging, dass es sich um „fragliche“ Gelder handele. Noa hatte vergangene Woche die Ermittlungen zur Zahlung eingestellt. Schlettwein hatte ihn daraufhin gerügt.

Im Katalonien-Konflikt lehnt Spaniens Ministerpräsident Rajoy eine Vermittlung erneut ab. Stattdessen droht er damit, die Regionalregierung in Barcelona zu entmachten. Der katalanische Präsident Puigdemont müsse nun erklären, ob er die Unabhängigkeit ausgerufen habe oder nicht, sagte Rajoy. Dafür gibt er der Regionalregierung in Barcelona nun bis Anfang nächste Woche Zeit. Mit dem Aufruf zur Stellungnahme setzt Madrid ein Verfahren in Gang, das in der spanischen Verfassung festgelegt ist: Katalonien könnten die Autonomierechte entzogen werden.

US-Präsident Trump hat seine Angriffe auf die US-Medien nochmal verschärft. Standesgemäß auf Twitter schreibt er, dass die „Falschnachrichten“ von NBC und anderen „schlecht für das Land“ seien und denkt laut über den Entzug von Lizenzen für kritische Sender nach. Ausgelöst wurden seine neuen Attacken durch einen Bericht von NBC News, wonach Trump das US-Atomwaffenarsenals deutlich aufstocken will. Der Präsident weist das scharf zurück.

Die im Nordosten des Landes gestorbenen Flusspferde und Büffel sind dem Milzbrand zum Opfer gefallen. Dies bestätige nun der Staatsveterinär im Landwirtschaftsministerium. Insgesamt seien bisher 100 Flusspferde und 20 Büffel im Bwabwata-Nationalpark gefunden worden. Die staatlichen Stellen würden nun alle Maßnahmen einleiten, die bei einem Ausbruch einer meldepflichtigen Krankheit vorgeschrieben sind. Unter anderem müssen alle toten Tiere verbrannt und vollständig vernichtet werden. Damit will man eine Ausbreitung verhindern. – Indessen meldete auch Botswana weitere tote Flusspferde.

Zwei Mitarbeiter von Air Namibia haben Kaution vom Magistratsgericht Windhoek erhalten. Die beiden Männer wurden gegen Zahlung von jeweils 50.000 Namibia Dollar vorerst in die Freiheit entlassen. Ihnen wird die versuchte Unterschlagung von 1,1 Millionen Namibia Dollar vorgeworfen. – Indessen wurde der Air Namibia-Flug von Frankfurt nach Windhoek vom gestrigen Abend erneut auf heute Morgen verschoben. Grund war diesmal nicht der Fluglotsenstreik in Frankreich, sondern ein Sonderflug der Maschine nach Russland.

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