Mittwoch 19. September 2018

13. April 2018 - Nachrichten am Morgen

Im Kuiseb Canyon hat ein Leopard einen deutschen Touristen durch das Fenster des Wohnmobils angegriffen. Der 61-Jährige habe die Attacke nur aufgrund der beherzten Hilfe seiner Frau überlebt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Demnach hatten Hardy Specker und seine 60-jährige Frau Petra ihr Wohnmobil vorgestern Abend unter der Brücke über den Kuiseb geparkt, um dort zu übernachten. Gegen 1.00 Uhr nachts seien sie durch ein Kratzen am Wagen geweckt worden. Laut Petra Specker stand ihr Mann auf, um zur Sicherheit das kleine Fenster in der Küche zu schließen. In dem Moment sei der Leopard durch das Fenster gesprungen und habe ihren Mann in den Kopf gebissen. Sie habe ihren Mann an den Beinen festgehalten, als das Tier versuchte, ihn durch das Fenster zu ziehen. Der 61-Jährige wurde gestern Abend operiert. Sein Zustand galt laut AZ als kritisch, aber stabil. Experten bezeichnen das Verhalten des Leoparden als sehr ungewöhnlich.

Das staatliche Unternehmen Fishcor hat eine alte Fischfabrik in Walvis Bay zu völlig überzogenem Preis gekauft. Laut Namibian handelt es sich um das Gebäude der Firma Etale Fishing, die 2013 geschlossen hat. 2015 sei es mit 90 Millionen Namibia Dollar bewertet worden; die Firma habe 110 Millionen Dollar verlangt. Der Geschäftsmann Jose Luis Bastos, zu jener Zeit einer der Direktoren von Etale Fishing, habe es zu einem unbekannten Preis erworben und 2016 für 160 Millionen Dollar an Fishcor verkauft. Der Staatsbetrieb war bereits vergangene Woche in den Schlagzeilen, weil Fischereiminister Bernhard Esau ihm trotz früherer Berichte über Misswirtschaft für die kommenden 15 Jahre den größten Anteil an Fangquoten zugesprochen hat. Der Gesamtwert liegt laut Experten bei 1,8 Milliarden Dollar.

Der Geheimdienst Namibias will die Wochenzeitung The Patriot gerichtlich daran hindern, einen Artikel über angebliche Farmkäufe zu veröffentlichen. Der Generaldirektor des Namibia Central Intelligence Service NCIS, Philemon Malima, habe gestern eine einstweilige Verfügung beantragt, berichtet der Namibian. Eine Entscheidung sei zwar bis kommenden Freitag vertagt worden, die Zeitung verzichte bis dahin jedoch auf eine Veröffentlichung. Malima beruft sich auf das Interesse nationaler Sicherheit und auf ein Gesetz, das die Veröffentlichung widerrechtlich erworbener Informationen über den NCIS verbietet. Der Patriot hatte den Geheimdienst offenbar um eine Ansprechperson gebeten, die über den Immobilienbesitz des NCIS Auskunft geben kann. Laut Bericht ging es um den Kauf zweier Farmen.

Entwarnung nach dem jüngsten Fall von Kongo-Fieber in der Region ||Karas: Die Gesundheitsbehörden in Keetmanshoop hat laut Presseagentur NAMPA 35 Personen aus der Quarantäne entlassen, weil sie auch nach zwei Wochen unter Beobachtung keinerlei Symptome der Krankheit gezeigt haben. Einige dieser Personen sind Verwandte des 37-jährigen Mannes, der Ende März an Kongo-Fieber gestorben war. Er war von einer Zecke gebissen worden, als er einem Nachbarn beim Schlachten eines Rindes geholfen hatte. Das Ministerium wies darauf hin, dass Vieh vor allem in den letzten beiden Wochen vor dem Schlachten gegen Zecken behandelt werden sollten.

In Genf gibt es heute eine Geberkonferenz der Vereinten Nationen für die Demokratische Republik Kongo. Dabei sollen 1,7 Milliarden Dollar für das von Hunger und Gewalt geprägte Land zusammenkommen. Nach Angaben des UN-Sicherheitsrats benötigen mehr als 13 Millionen Menschen im Kongo humanitäre Hilfe. Die UN haben die höchste Alarmstufe für das Zentralafrikanische Land ausgerufen. Die Regierung in Kinshasa will das Treffen deshalb boykottieren, sie befürchtet, die Alarmstufe könnte Investoren abschrecken.

Nach dem mutmaßlichen Giftgas-Angriff in Syrien lassen die USA weiter offen, ob sie mit einem Raketenangriff reagieren wollen. Wie es aus dem Weißen Haus heißt, habe sich US-Präsident Trump noch nicht entschieden.


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