Mittwoch 20. Januar 2021

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13. Januar 2021 - Nachrichten am Nachmittag

Gesundheitsminister Kalumbi Shangula erwartet auch ein schwieriges Jahr 2021 für Namibia in Bezug auf COVID19. Aus diesem Grund appellierte er in einer Ansprache im Staatshaus an alle Namibier weiter zusammenzuhalten. Da die Corona-Zahlen der zweiten Welle die der ersten deutlich übersteigen, sind strengere Maßnahmen fortan notwendig. Viele Krankenhäuser seien am Limit. Vor allem die hohen Ansteckungszahlen bei Gesundheitsmitarbeitern sei besorgniserregend. Man gehe davon aus, dass die südafrikanische Variante des Virus auch in Namibia verbreitet sei.

Namibia arbeitet weiterhin aktiv daran Corona-Impfstoffe für das Land zu erhalten. Dies teilte Gesundheitsminister Kalumbi Shangula am Vormittag mit. Das internationale COVAX-Impfprogramm garantiere Namibia Impfstoffe für 20 Prozent der Bevölkerung. Zudem habe Namibia zusagen spätestens Anfang Februar einige Dosen des Pfizer-BioNTech-Impfstoffes zu erhalten. Eine Sondereinsatzgruppe des Ministeriums kümmere sich um die Impfstofffragen und arbeite bereits an Systemen zur Verteilung. Mitarbeiter des Gesundheitssektors sollen zuerst geimpft werden. Ziel sei es mindestens 70 Prozent der Bevölkerung zu impfen um eine Herdenimmunität zu erreichen.

Durch die Schließung der südafrikanischen Landesgrenzen ist touristisches Reisen ins oder aus dem Nachbarland nicht mehr möglich. Dies bestätigte auch das namibische Innenministerium. Rückkehrer mit Staatsbürgerschaft bzw. Aufenthaltsgenehmigung des Ziellandes dürften weiterhin die Grenzen überqueren. Wie südafrikanische Behörden bestätigten, diene die Maßnahme vor allem dazu Massenaufläufe an Grenzübergängen zu verhindern. Dies sei vor allem bei Beitbridge ein Problem gewesen, wo zigtausende seit Tagen versuchten aus Simbabwe nach Südafrika zu gelangen. Mit einem Notfallantrag, der per eMail an das südafrikanische Innenministerium zu stellen ist, ist auch die Nutzung der Landgrenzen in besonderen Fällen weiterhin erlaubt.

In Sambia wurde ohne Angabe von Gründen der Gesundheitsminister entlassen. Dies teilte Staatspräsident Edgar Lungu mit. Möglicherweise steht die Entlassung mit dem Parlament kürzlich vorgelegten Finanzberichten zusammen, wonach das Gesundheitsministerium Ausgaben in Höhe von 17 Millionen US-Dollar nicht belegen könne. Chitalu Chilufya galt als harte Hand im Kampf gegen COVID19 in Sambia. Zudem sei er ein ernsthafter Kandidat für die Präsidentschaftswahlen Ende dieses Jahres. – Indessen hat die Regierung Malawis den Tod zweier Minister, für Transport und Wohnungsbau, durch COVID19 bekanntgegeben. Es wurde eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen.

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