Mittwoch 20. September 2017

14. Juli 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Vereinten Nationen bitten Namibia um Unterstützung für die Einrichtung eines Regionalbüros für das Südliche Afrika. Das erklärte der UN-Vize-Generalsekretär für politische Angelegenheiten, Tayé-Brook Zerihoun, laut Presseagentur NAMPA gestern während eines Besuches bei Präsident Hage Geingob. Die SADC-Region sei zwar stabiler als andere Regionen Afrikas, habe jedoch grenzüberschreitende Probleme wie etwa den Menschenhandel zu lösen. Dabei könne ein UN-Regionalbüro helfen. Zerihoun zufolge kann der Beschluss nicht in New York gefällt werden. Die betreffenden Länder müssten das Vorhaben vorantreiben.

Namibia scheint im Kampf gegen Malaria große Fortschritte zu machen. In diesem Jahr seien bislang 63 Menschen an der Krankheit gestorben, meldet die Presseagentur NAMPA unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Das sei ein Rückgang gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr um 51 Prozent. Bislang seien 38.243 Malaria-Fälle registriert worden. Betroffen seien die Regionen Sambesi, Kavango Ost und West sowie Ohangwena im Nordosten und Norden des Landes. Das Gesundheitsministerium hat umfassende Gegenmaßnahmen ergriffen wie Massentests und -behandlung, die Besprühung von Hütten und Häusern sowie Aufklärungskampagnen.

Die regierende SWAPO-Partei will die Rechtmäßigkeit jüngster Beschlüsse in einigen seiner Regionalvertretungen untersuchen. Das Politbüro habe für diesen Zweck Gremien bestimmt, teilte SWAPO-Generalsekretär Nangolo Mbumba laut Presseagentur NAMPA gestern mit. So werde man die umstrittene Partei-Konferenz der Region Oshikoto sowie einige Versammlungen in Distrikten der Regionen Omaheke und Khomas. Hintergrund sind offenbar Spannungen zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Hage Geingob. Auf dem bevorstehenden SWAPO-Kongress entscheidet sich, ob Geingob zum Parteichef gewählt wird und dadurch mit einer weiteren Amtszeit als Präsident rechnen darf.

In Frankreich wird heute der Opfer des Lastwagen-Anschlags von Nizza gedacht. Vor genau einem Jahr waren dabei 86 Menschen ums Leben gekommen. Aus Respekt vor den Opfern wird heute auf das traditionelle Feuerwerk in Nizza verzichtet.  In Paris findet eine große Militärparade zum Nationalfeiertag statt - Ehrengast ist US-Präsident Trump. Er hatte sich gestern bereits mit Präsident Macron getroffen - und dabei angedeutet, dass in Sachen Klimaabkommen "noch etwas passieren könne" Was ließ er aber offen.  Außerdem warf er der Europäischen Union vor, sich beim weltweiten Handel gegenüber den USA abzuschotten. Diese Ungerechtigkeiten wolle er beseitigen.

In Kanada wird eine frühere Astronautin Generalgouverneurin - und damit Repräsentantin des offiziellen Staatsoberhaupts, der britischen Queen. Die zweimalige Raumfahrerin Julie Payette soll ab September den Posten übernehmen, so Premierminister Trudeau. Das Spitzenamt hat vor allem protokollarischen Charakter. Payette war die erste Kanadierin, die zur Internationalen Raumstation ISS ins All flog - sie gilt als Multitalent: spricht sechs Sprachen, ist Pianistin, hat einen Pilotenschein und ist Tiefseetaucherin.

Air France hat offenbar vier Embraer-Maschinen, die von Air Namibia geleast werden, ohne Vorankündigung an die namibische Fluggesellschaft Westair verkauft. Das Management von Air Namibia prüfe, ob der Verkauf einen Bruch des Lease-Vertrages darstelle, berichtet der Namibian. Auch gehe es darum, ob man den jährlichen Betrag von 35 Millionen Namibia Dollar nun an Westair zahlen müsse. Es handelt sich um vier Flugzeuge mit 37 Sitzen, die seit 2011 geleast und auf nationalen sowie regionalen Routen eingesetzt werden. Der Vertrag laufe bis nächstes Jahr. Laut Namibian wollen einige Minister eine private Fluggesellschaft fördern und dies auch durch profitable Deals mit Air Namibia vorantreiben.

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