Dienstag 19. Juni 2018

14. März 2018 - Nachrichten am Morgen

In Tsumeb ist der erste Fall der Lebensmittelinfektion Listeriose in Namibia aufgetreten. Ein 41-jähriger Mann sei nach dem Verzehr von Wiener Würstchen erkrankt, teilte Gesundheitsminister Bernard Haufiku laut Presseagentur NAMPA gestern vor der Nationalversammlung mit. Der Mann werde im Römisch-Katholischen Hospital in Windhoek behandelt, sein Zustand sei stabil. Beamte seines Ministeriums würden Supermärkte inspizieren und sicherstellen, dass Fleischprodukte aus Südafrika aus den Regalen entfernt und vernichtet wurden. Vergangene Woche hatte Namibia den Import von verarbeiteten Fleischprodukten zweier Betriebe aus Südafrika untersagt, auf die die Lebensmittelinfektion Listeriose zurückgeführt wird. Seit Anfang 2017 sind in Südafrika knapp 950 Menschen erkrankt und 180 gestorben. Listeriose äußert sich in Fieber, Übelkeit, Durchfall, Schwindelgefühl sowie Kopf- und Muskelschmerzen.

Die Regierung muss den Wohnungsbau stärker fördern. Das sei eine der Empfehlungen einer Studie des Politikforschungsinstitutes IPPR, berichtet der Namibian. Bisher werde das Problem des Mangels an Wohnraum zu langsam angegangen. Auch werde der Prozess durch Vorschriften und nicht ausreichende Einbindung der Betroffenen behindert. Die Studie unter dem Titel "Wohnraum in Namibia: Rechte, Herausforderungen und Gelegenheiten" wurde gestern in Windhoek vorgestellt. Sie fußt auf der Befragung von mehr als 300 Bewohnern von Windhoek, Walvis Bay und Otjiwarongo.

Das neue Treibstoffdepot bei Walvis Bay wird nach seiner Fertigstellung vom Staatskonzern Namcor betrieben. Das habe Energieminister Tom Alweendo gestern auf einer Pressekonferenz angekündigt, meldet die Nachrichtenagentur NAMPA. Namcor werde wohl Firmen hinzuziehen, die über die nötige Expertise verfügen. Das Treibstofflager hat eine Kapazität von 70 Millionen Liter. Es soll im Juni fertiggestellt werden und die Versorgung des Landes mit Treibstoff für mindestens 30 Tage sicherstellen. Die Kosten werden auf 5,6 Milliarden Namibia Dollar geschätzt. Ursprünglich veranschlagt waren 3,7 Milliarden. Alweendo wies darauf hin, dass Untersuchungen zu dieser Kostenexplosion und zu Vorwürfen von Unregelmäßigkeiten noch andauern würden.

Im Konflikt um den Giftanschlag auf den früheren russischen Doppelagenten Skripal hat Russland ein Ultimatum der Briten verstreichen lassen. Premierministerin May hatte den Kreml aufgefordert, bis gestern Abend zu erklären, warum ein in Russland entwickeltes Nervengift zum Einsatz gekommen ist. Moskau verlangt dagegen eine Giftprobe. Nach Berichten des Guardian ist unterdessen ein weiterer Russe, der in London im Exil lebt, tot aufgefunden worden. Die britische Anti-Terror-Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

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