Mittwoch 22. Mai 2019

14. März 2019 - Nachrichten am Morgen

Im Korruptionsprozess gegen Bildungsministerin Katrina Hanse-Hirmarwa soll die Anti-Korruptions-Kommission ACC Vorwürfe konstruiert haben. An dieser Darstellung habe der Anwalt der Ministerin, Sisa Namandje, auch gestern festgehalten, berichtet die Allgemeine Zeitung. Bei Vernehmung des ACC-Ermittlers Franco Esterhuizen habe er diesem vorgeworfen, Zeugenaussagen manipuliert zu haben. Dabei ging es um die Erklärungen von Zeugen, die sich in den Formulierungen in weiten Passagen glichen. Esterhuizen gab zu, sie anhand von Notizen geschrieben und den Zeugen zur Unterschrift vorgelegt zu haben. Allerdings hätten die vier Zeugen mehr oder weniger dasselbe ausgesagt, weil sie gemeinsam vor Ort waren und dasselbe erlebt hatten. Hanse-Himarwa wird vorgeworfen, sie habe im Dezember 2014 als Gouverneurin der Region Hardap bei der Zuteilung von Häusern aus dem staatlichen Wohnungsbau-Projekt in Mariental zwei Empfänger von der Liste streichen und durch Verwandte ersetzen lassen.

Die amtierende Geschäftsführerin von Air Namibia, Mandi Samson, hat gekündigt. Ihr letzter Arbeitstag sei morgen, berichtet der Namibian unter Berufung auf eine Mitteilung der staatlichen Fluggesellschaft. Samson wolle andere berufliche Möglichkeiten wahrnehmen, hieß es zur Begründung. Die Anwältin war laut Bericht 2015 als vorübergehende Geschäftsführerin angestellt worden. Air Namibia arbeitet zurzeit an einer Umkehrstrategie, um aus den roten Zahlen zu fliegen. Außerdem hat die Fluggesellschaft mit der gerichtlichen Einforderung von Geldern durch die belgische Challenge Air zu kämpfen.

In Swakopmund wird der Auftrag zur Errichtung von rund 1600 günstigen Häusern auf Dutzende kleinerer Baufirmen verteilt. Das habe Bürgermeisterin Paulina Nashilundo in der jüngsten Sitzung des Stadtrates angekündigt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Demnach sollen 39 Kleinunternehmer jeweils rund 40 Häuser bauen. 26 dieser Firmen hätten bereits einen Auftrag erhalten, 13 weitere müssten noch ihre Baupläne vorlegen. Die rund 1600 Häuser werden im Stadtteil Matutura nahe der ehemaligen Müllhalde errichtet, der aus insgesamt 3.600 zum großen Teil bereits bebauten Grundstücken besteht.

Gerichtsprozesse von Ausländern wegen ausbleibender Entscheidungen zu ihrem Aufenthalt bleiben eine große Herausforderung für das Innenministerium. Das habe Minister Frans Kapofi gestern bei der diesjährigen Versammlung seiner Mitarbeiter erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Ursache der verzögerten Entscheidungen seien langwierige Prozesse zur Bearbeitung der Anträge. Oft würden Ausländer auch klagen, weil ihre Unterlagen in der Einreisebehörde nicht mehr auffindbar seien. Kapofi warnte Ausländer vor illegalen Wegen zu einer Aufenthaltsgenehmigung. Laut Namibian prangerte er dabei vor allem Eheschließungen mit Namibiern an, die nur diesem Ziel dienen würden.


Werbung
 
 

Deutsche Welle

Devisen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok