Mittwoch 19. September 2018

14. September 2018 - Nachrichten am Morgen

Die Umsetzung des neuen Beschaffungsgesetzes steht weiter in der Kritik. Am meisten Sorge bereite die mangelnde Transparenz, betonte das Politikforschungsinstitut IPPR laut Allgemeiner Zeitung gestern bei Vorstellung der zweiten Ausgabe seiner Publikation „Procurement Tracker Namibia“. Vorgeschrieben sei, dass jede staatliche Institution einen Beschaffungsplan erstelle und veröffentliche. Nur acht der 58 Lokalbehörden hätten jedoch öffentlich abrufbare Pläne gehabt, so das IPPR. Bei den Ministerien habe weniger als die Hälfte diese Auflage erfüllt. Laut AZ ist das Finanzministerium dabei, mit Betroffenen Probleme anzusprechen und Lösungen zu finden. Das neue Regelwerk des Beschaffungsgesetzes war vor einem Jahr eingeführt worden, um für mehr Transparenz bei der Vergabe von Staatsaufträgen zu sorgen.

Rund 70 Prozent des kommerziellen Farmlandes sind noch immer in den Händen weißer Farmer. Das gehe aus Zahlen hervor, die die Statistikagentur NSA gestern im Vorfeld der Konferenz zur Bodenreform vorgelegt habe, berichtet der Namibian. Von den 39 Millionen Hektar kommerziellen Farmlandes seien 27 Millionen Hektar Eigentum weißer Farmer, 5,4 Millionen Hektar in Staatsbesitz und 6,6 Millionen Hektar in den Händen schwarzer Farmer. Letztere hätten damit nur einen Anteil von 16 Prozent. 250 Farmen mit einer Gesamtfläche von 1,2 Millionen Hektar gehören Ausländern. An erster Stelle mit mehr als der Hälfte stehen Deutsche, gefolgt von Südafrikanern mit 29,3 Prozent.

Energieminister Tom Alweendo zieht den Vorstand der staatlichen Ölfirma NAMCOR für unnötige Kosten zur Verantwortung. Laut Namibian geht es um 1,2 Millionen Namibia Dollar, die NAMCOR an fünf Mitarbeiter zahlen muss. Demnach hat der Vorstand die Geschäftsführung Ende November angewiesen, die Verträge der Mitarbeiter ohne Angabe von Gründen aufzukündigen - entgegen einer Rechtsauskunft, die vor der Unrechtmäßigkeit gewarnt habe. Alweendo will vom Vorstand bis kommenden Freitag wissen, warum er für diese unnötigen Kosten nicht persönlich zur Rechenschaft gezogen werden soll.

Die Regierung sollte Neufarmern mit ausstehenden Rückzahlungen ihrer Kredite bei AgriBank die Schulden erlassen. Das habe der Vertreter des Neufarmer-Verbandes im Süden des Landes, Aloysius Boys, mit Blick auf die bevorstehende Konferenz zur Bodenreform vorgeschlagen, berichtet der Namibian. Viele Farmer im Süden könnten aufgrund wiederholter Dürre ihre Kredite nicht zurückzahlen und seien auf kommunales Land zurückgekehrt, wo sie in bitterer Armut leben würden. AgriBank treibt seit kurzem ausstehende Rückzahlungen mit der Androhung von Zwangsversteigerungen ein. Einige Kreditnehmer haben in den vergangenen fünf Jahren offenbar nicht einen Cent zurückgezahlt. Die Schulden belaufen sich Medienberichten zufolge auf 500 Millionen Namibia Dollar. Insgesamt hat AgriBank rund 6.000 Farmern Kredite in einem Volumen von 2,4 Milliarden Dollar gewährt.

Erste Ausläufer des Hurrikans „Florence“ haben die US-Ostküste erreicht. Auch wenn der Sturm sich abgeschwächt hat, warnen die Behörden weiter vor den Wassermassen, die Florence mit sich bringt. In den Bundesstaaten North und South Carolina gibt es bereits starke Regenfälle und Hochwasser. Gegen Nachmittag soll das Zentrum des Sturms die amerikanische Küste erreichen.


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