Mittwoch 22. November 2017

15. März 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Leiche des Schülers, der in Omaruru von einem Rivier mitgerissen wurde, ist nun gefunden worden. Laut Presseagentur NAMPA stieß ein Viehhirte auf Farm Etemba bei Okombahe etwa 35 Kilometer westlich von Omaruru auf den Leichnam. Laut Polizei wurde er von Angehörigen identifiziert. Der 19-Jährige war vor zehn Tagen mit einer Mitschülerin vom Turenda-Rivier fortgerissen worden. Die Schülerin konnte sich an den Ast eines Baums klammern und wurde gerettet.

In der Region Hardap sind Einwohner und besonders Kinder aufgerufen, sich vor den Fluten der Riviere in Acht zu nehmen. Wie die Presseagentur NAMPA meldet, startete Gouverneurin Esme Isaack eine Kampagne zur Schärfung des Bewusstseins. Hardap liege in dieser Regenzeit mit fünf Toten landesweit an der Spitze der Statistik ertrunkener Personen. Vor allem der Fischfluss stelle eine Gefahr dar. Dort gibt es reißende Fluten, wenn die Schleusen des Hardap Stausees geöffnet werden, um die Wassermenge bei 70 Prozent seines Fassungsvermögens zu halten. Dies war in dieser Regensaison bereits dreimal der Fall.

Nach den Verbal-Attacken aus der Türkei hat Kanzleramtsminister Altmaier Stellung bezogen. Die Bundesregierung habe die Möglichkeit Einreiseverbote für türkische Politiker auszusprechen - dass das bislang nicht passiert ist, sei kein Freifahrtsschein, so Altmaier gegenüber der Funke Mediengruppe. Bundesinnenminister de Maiziere hat unterdessen klargestellt, wann er Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland verbieten werde - zum Beispiel, wenn der ultranationalistische Wolfsgruß gezeigt werde. Das Zeichen soll der türkische Außenminister bei einem Auftritt in Hamburg vor ein paar Tagen gemacht haben.

Die Niederländer wählen heute ein neues Parlament - und der Ausgang der Wahl wird in ganz Europa mit Spannung verfolgt. Im Fokus steht dabei die Frage wie die Partei des Rechtspopulisten Wilders abschneiden wird. Die lag in den letzten Umfragen vor der Wahl jetzt abgeschlagen hinter der rechtsliberalen Partei von Ministerpräsident Rutte. Die vergangenen Tage des Wahlkampfs in den Niederlanden waren von der diplomatischen Eskalation mit der Türkei geprägt - Rutte konnte mit den Verboten von Wahlkampfauftritten offenbar punkten.

Die Führung der SME-Bank klagt gerichtlich gegen ihre Absetzung durch die Bank of Namibia. Das berichtet der Namibian unter Berufung auf den Anwalt der aus Simbabwe stammenden Geschäftsführung. Die Zentralbank hatte die SME Bank Anfang März wegen dubioser Anlagen in Südafrika in Höhe von 200 Millionen Namibia Dollar unter Zwangsverwaltung gestellt. Indessen hat die Einreisebehörde laut Namibian die Anträge simbabwischer SME-Mitarbeiter auf Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung auf Eis gelegt - trotz eines angeblichen Abkommens der SME Bank mit der Regierung, dass bis zu 30 Prozent der Mitarbeiter zu Zwecken des Wissenstransfers Simbabwer sein dürfen.

Der Präsident Namibias verdient deutlich weniger als einige Chefs von Staatsbetrieben oder gar Privatunternehmen. Das stellte der Pressesprecher im Büro des Präsidenten, Albertus Aochamub, in einer gestern Abend verschickten Pressemitteilung klar. Die Geschäftsführer des Auto-Unfall-Fonds, von NamPower und NamPost würden im Jahr mehr als zwei Millionen und der von FNB Namibia sogar 3,5 Millionen Namibia Dollar verdienen. Der Präsident Namibias erhält einschließlich Zulagen 1,7 Millionen Dollar im Jahr. Aochamub bezeichnete Medienberichte als unfair, die seine Bezüge als überhöht dargestellt hatten. Zudem betonte er, dass die Summe der Bezüge aller 326 hohen Amtsträger 0,4 Prozent des Budgets ausmachen. Die Ausgaben für Soziales wie Bildung und Armutsbekämpfung dagegen würden fast 48 Prozent betragen.

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