Mittwoch 22. Mai 2019

15. März 2019 - Nachrichten am Morgen

Aufgrund des ausbleibenden Regens steuert Namibia auf eine Hungersnot zu. In vielen Regionen gebe es kaum noch Nahrungsmittel, berichtet der Namibian unter Berufung auf Mitglieder des Nationalrats aus verschiedenen Gebieten des Landes. Bei Besuchen von Ortschaften in ihren Wahlkreisen würden sie zum Teil auf eigene Kosten Maismehl und andere Lebensmittel mitnehmen, weil die Menschen dort hungrig seien und um Essbares betteln würden. Laut Bericht warnen einige Farmer davor, diese Dürre könne schlimmer werden als die im Jahr 2013. Nicht nur das Vieh, sondern auch das Wild sei betroffen. In einigen Gebieten wurden demnach sogar bereits verendete Oryx-Antilopen gefunden.

Der Direktor der Anti-Korruptions-Kommission ACC, Paulus Noa, ist zufrieden mit der Arbeit seiner Ermittler im Fall der Korruptions-Vorwürfe gegen Bildungsministerin Katrina Hanse-Hirmarwa. Die von ihnen gesammelten Beweise würden zeigen, dass ein mit Korruption gepaarter Amtsmissbrauch stattgefunden habe, sagte Noa laut Namibian gestern als Zeuge der Anklage vor dem Obergericht. Deshalb habe er den Fall im März 2016 an die Generalstaatsanwaltschaft weitergereicht. Hanse-Himarwa wird vorgeworfen, sie habe im Dezember 2014 als Gouverneurin der Region Hardap bei der Zuteilung von Häusern aus dem staatlichen Wohnungsbau-Projekt in Mariental zwei Empfänger von der Liste streichen und durch Verwandte ersetzen lassen.

Das Staatshospital in Usakos kann künftig Frauen unterbringen, die kurz vor der Geburt ihres Kindes stehen. Laut Presseagentur NAMPA hat Gesundheitsminister Kalumbi Shangula die neue Einrichtung gestern offiziell eingeweiht. Sie besteht demnach aus zwei Zimmern mit insgesamt zehn Betten, zwei Bädern mit Toilette und Dusche, einer Küche und einem Aufenthaltsraum. Die Unterkunft soll dazu beitragen, die Rate der Kindersterblichkeit zu senken. Laut Kalumbi stellt eine lange Anreise für hochschwangere Frauen ein großes Risiko dar, ihr Kind zu verlieren. Die Einrichtung im Gesamtwert von 1,1 Millionen Namibia Dollar wurde ermöglicht durch eine Kooperation zwischen dem Ministerium und der Hafenbehörde NamPort.

Das Innenministerium muss sich mehr um seine Büros in den verschiedenen Regionen des Landes kümmern. Das habe Minister Frans Kapofi in seiner Ansprache auf der diesjährigen Versammlung seiner Mitarbeiter angemahnt, meldet die Presseagentur NAMPA. Er habe an die zuständigen Beamten in der Zentrale in Windhoek appelliert, auf Anfragen aus den Regionen rasch zu reagieren. Kapofi hatte NAMPA zufolge bei einem Besuch verschiedener Büros und Grenzposten festgestellt, dass die Beamten dort unter harschen Bedingungen arbeiten würden. Dazu gehörten verfallende Bürogebäude und Wohnungen ohne sauberes Trinkwasser sowie fehlende Drucker und Büromaterialien.


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