Mittwoch 18. Oktober 2017

17. Februar 2017 - Nachrichten am Morgen

Dutzende Ausländer, die von der Einreisebehörde widerrechtlich festgehalten wurden, sollen gestern freigelassen worden sein. Sie müssten das Land jedoch innerhalb von sieben Tagen verlassen, berichtet die Allgemeine Zeitung. Darunter seien zwei 17-jährige Jungen aus Angola und Simbabwe, um deren Rückführung sich das Büro des Ombudsmannes kümmern wolle. 46 Ausländer vor allem aus Angola, Simbabwe und Kenia waren zum Teil seit Monaten in Haft, obwohl es keine gültigen Haftbefehle gegen sie gab. Das Büro des Ombudsmannes kündigte weitere Überprüfungen von Inhaftierten in Polizeistationen an.

Die Bürger Namibias sollten sich nicht ausländerfeindlich zeigen, vor allem nicht gegenüber Chinesen. Dazu habe Vize-Umweltminister Tommy Nambahu gestern aufgerufen, meldet die Presseagentur NAMPA. Namibia könne nicht in Peking für Touristen werben, wenn Chinesen hier im Land angefeindet würden. Nambahu erklärte, man dürfe nicht allen Chinesen Wilderei vorwerfen, da nur einige unter ihnen daran beteiligt seien. Zugleich forderte er, dass man bei Gesetzverstößen hart durchgreifen müsse. Nambahu sprach anlässlich der Eröffnung des neuen „Express Travel and Tours Information Centre“ im Carl-List-Gebäude in der Innenstadt Windhoeks.

In Okahandja sind in großem Stil Grundstücke an Politiker und Personen mit guten Beziehungen verschachert worden. Das habe eine Untersuchung der Buchprüfungsfirma PriceWaterhouseCoopers ergeben, berichtet der Namibian. Sie habe bei mehr als 200 Transaktionen Unregelmäßigkeiten entdeckt. So habe Ex-Minister Kazenambo Kazenambo für ein 4,2 Hektar großes Stück Land bisher nur 75.000 Namibia Dollar gezahlt. Zudem seien Antragsteller ohne Beziehungen bei der Zuteilung von Grundstücken seit Jahren übergangen worden. Der Bericht der Buchprüfer war vom Ministerium für städtische Entwicklung 2014 in Auftrag gegeben worden und liegt bereits seit 2015 vor, wurde aber laut Namibian von Ministerin Sophia Shaningwa unter Verschluss gehalten.

Nach ihren Aussagen im NSA-Untersuchungsausschuss hagelt es für Bundeskanzlerin Merkel reichlich Kritik. Die Linken beispielsweise bemängeln, dass Merkel zu wenig zu den einzelnen Fragen sagte und dass sie auch teilweise auswich. Verwunderung gab es im Untersuchungsausschuss auch über Merkels Aussage, dass sie lange nichts davon gewusst habe, dass auch der Bundesnachrichtendienst befreundete Staaten ausspioniert hatte.

Bildungsexperten in Deutschland verlangen, die Schulnoten abzuschaffen. Zensuren seien nicht objektiv, sagte die Chefin der Lehrergewerkschaft GEW - Tepe - der Bild. Sie meint, dass Berichte dem Lernfortschritt der Kinder gerechter werden.

Der Erbe und inoffizielle Chef des Samsung-Konzerns, Lee, ist in Südkorea festgenommen worden. Im Korruptionsskandal um die entmachtete Präsidentin Park gibt es offenbar neue Beweise. Samsung soll hohe Summen an Unternehmen und Stiftungen einer Vertrauten Parks gezahlt haben.

Das Fischereiministerium ergreift Maßnahmen, um seine Kernaufgaben trotz gekürztem Budget zu erfüllen. Das habe Minister Bernhard Esau gestern auf einer Mitarbeiterversammlung in Swakopmund angekündigt, meldet die Presseagentur NAMPA. So wolle man vor allem bei kostenintensiven Patrouillen per Schiff und Flugzeug Kosten sparen. Auch die Forschung sei betroffen. Laut Esau werden keine Stellen gestrichen, aber auch keine neu besetzt. Das Fischereiministerium hatte bereits in diesem Finanzjahr mit einem um 10 Prozent reduzierten Budget auskommen müssen. Im kommenden Finanzjahr steht eine weitere Kürzung von 42 Prozent an.

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