Sonntag 25. Juni 2017

18. Mai 2017 - Nachrichten am Morgen

Air Namibia sollte verlustreiche Routen wie die zwischen Frankfurt und Windhoek aufgeben. Das habe Finanzminister Calle Schettwein gestern auf einem Treffen zur Finanzlage der staatlichen Fluggesellschaft erklärt, berichtet der Namibian. Die Regierung habe Air Namibia zu Lasten des Steuerzahlers im Laufe der Jahre Zuschüsse in Milliardenhöhe gezahlt. Dieses Geld hätte man anderweitig verwenden können, so Schlettwein. Laut Namibian bezweifelte er den Report eines Wirtschaftsexperten, der den direkten und indirekten Effekt Air Namibias auf die Wirtschaft des Landes im Jahr 2015/16 auf über 700 Millionen Namibia Dollar und mehr als 4.500 Arbeitsplätze bezifferte. Experten weisen darauf hin, dass nationale Fluglinien das Rückgrat des Tourismus eines Landes sind, weil sie im Gegensatz zu kommerziellen Direktflüge garantieren.

Die Windhoeker Stadtpolizei warnt Einwohner davor, große Summen an Bargeld mit sich herumzutragen. Kriminelle würden Bankschalter beobachten und Kunden auflauern, die viel Bargeld abheben, sagte City Police Chef Abraham Kanime gestern auf einer Pressekonferenz. Anlass waren laut Presseagentur NAMPA vier Überfälle innerhalb einer Woche. Beim jüngsten Vorfall am Dienstag hätten die Räuber fast 25.000 Namibia Dollar erbeutet. Zugleich mahnte Kanime alle Autofahrer zu prüfen, dass ihr geparktes Auto auch wirklich verschlossen ist. Immer wieder würden Kriminelle den Schließmechanismus per Fernbedienung sabotieren.

Das US-Justizministerium soll die Russland-Affäre um Präsident Trump und sein Wahlkampfteam aufklären. Dazu wurde der frühere FBI-Chef Mueller als Sonderermittler beauftragt. Er soll prüfen, ob es zwischen Trumps Wahlkampfteam und der Regierung in Moskau geheime Absprachen gab und ob Russland Einfluss auf die US-Präsidentenwahl genommen hat. Trump selbst erwartet, dass die Untersuchung bestätigt, dass es derartige Absprachen nicht gegeben hat.

Eine Hackertruppe namens „Shadow Brokers“ hat damit gedroht, weitere Software-Schwachstellen zu veröffentlichen. Man werde Interessenten gegen Bezahlung ab Juni Hacks und belastende gestohlene Daten anbieten.  "Shadow Brokers" hatte zuletzt Details zu Windows-Schwachstellen veröffentlicht, die die globale Cyberattacke mit der Erpressersoftware „WannaCry“ ermöglicht haben. Die Gruppe drohte nun unter anderem damit, Daten von Banken, sowie über die russischen, chinesischen, iranischen und nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramme zu veröffentlichen. Wer hinter der Gruppe steckt, ist unbekannt.

Der Rat der Kirchen Namibias CCN steht am Rande des Bankrotts. Wie die Zeitung New Era unter Berufung auf den amtierenden CCN-Generalsekretär Ludwig Beukes berichtet, benötigt die kirchliche Dachorganisation drei Millionen Namibia Dollar. Man schulde der Windhoeker Stadtverwaltung über 500.000 Dollar für Strom und Wasser. Wegen unbezahlter Telefonrechnungen in Höhe von mehr als 40.000 Dollar habe Telecom die Leitung bereits vor sechs Monaten gekappt. Die Katholische Kirche Namibias hat laut New Era ein Darlehen von 700.000 Dollar angeboten, um den CCN vor dem Bankrott zu retten.

In Namibia sollen Neugeborene künftig elektronisch registriert werden. Laut Allgemeiner Zeitung wurde gestern in Windhoek ein neues digitales System zur Registrierung von Geburten vorgestellt, das zunächst an fünf Krankenhäusern eingeführt wird. Ziel sei, die Beantragung und Ausstellung von Geburtsurkunden zu vereinfachen. Innenministerin Pendukeni Iivula-Ithana zufolge sind bei Babies im Alter von einem Jahr nur rund 60 Prozent erfasst. Eine Geburtsurkunde ist Voraussetzung für Schulbesuch und Gesundheitsversorgung.

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