Montag 25. Mai 2020

Music low res4 300ppx

 

18. Mai 2020 - Nachrichten am Morgen

Ein mutmaßlicher COVID19-Todesfall hat sich als falsch herausgestellt. Dies hätte ein dementsprechender Test ergeben, teilte Gesundheitsminister Kalumbi Shangula mit. Ein Mann mit grippeähnlichen Symptomen sei am 12. Mai zu einem Arzt gegangen und später in Isolation ins Krankenhaus in Mariental eingeliefert worden. Er starb am 15. Mai aufgrund einer Lungenentzündung mit Vorerkrankungen. Das Testergebnis auf das Coronavirus sei am 16. Mai als negativ hervorgegangen. Medienberichten nach handelte es sich um einen Mitarbeiter des NWR Hardap Resorts, in dem zahlreiche Personen in Quarantäne waren, die jedoch auch alle vor Wochen bereits negativ getestet worden waren.

Seitdem es nur noch drei aktive Fälle von COVID19 in Namibia gibt, werden die Planungen zur Wiedereröffnung des Landes intensiviert. Es müsse ein allumfassender wirtschaftlicher Plan erarbeitet werden, heißt es von führenden namibischen Ökonomen. Hierbei muss es vor allem auch um die Schaffung von Arbeitsplätzen und den Einbezug der ärmsten in der Gesellschaft gehen. Der informelle Sektor könne hierbei eine herausragende Rolle spielen. Grundlage der Förderprogramme müssten die anhaltenden statistischen Erhebungen der Statistikagentur NSA sein, heißt es weiter.

Die zwei führenden Arbeitgeberverbände im Land haben unter anderem Klage gegen Staatspräsident Hage Geingob vor dem Obergericht eingereicht. Es gehe um die Erlasse zum Arbeitnehmerschutz im Rahmen des derzeit gültigen Ausnahmezustandes. Sie verlangen die Nichtigerklärung von zwei Paragraphen vom 28. April und 4. Mai. Diese würden verfassungswidrig verschiedene Abschnitte des Arbeitsrechts außer Kraft setzen. Vor allem ginge es um das Verbot während der aktuellen Phase 2 Arbeitnehmer zu entlassen. Staatspräsident Hage Geingob habe seine Macht im Rahmen des Ausnahmezustandes unnötig ausgenutzt, denn diese Eingriffe hätten nichts mit der Sicherheitslage aufgrund von COVID19 zu tun. Ein Eingriff in die freie Wirtschaft sei verfassungsrechtlich nicht abgedeckt, heißt es.

Viele Kirchen und Glaubensgemeinschaften im Land kämpfen aufgrund der COVID19-Pandemie um ihre Existenz. Laut Namibian seien fast alle Aktivitäten zur Generierung von Einnahmen eingestellt worden. Aufgrund des weiterhin geltenden Versammlungsverbotes von mehr als zehn Personen sei eine Öffnung der Kirchen und die Veranstaltung von Gottesdiensten nicht möglich. So sei es vielerorts auch nicht möglich die christlichen Dienste für sozial schwache, alte und arme Menschen zu erfüllen. Zudem sei kaum damit zu rechnen, dass nach Ende des Ausnahmezustandes umgehend Mitgliedsbeiträge gezahlt und die Spendenbereitschaft steigen würde.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.