Mittwoch 26. Juli 2017

19. Mai 2017 - Nachrichten am Morgen

Der Windhoeker Stadtpolizei ist ein Schlag gegen eine Bande gelungen, die vor allem im Westen der Stadt Überfälle und Autoeinbrüche verübt hat. In der Nacht von vorgestern auf gestern habe man drei mutmaßliche Mitglieder der Bande bei einem Überfall ertappt, teilte der Chef der City Police, Abraham Kanime laut Presseagentur NAMPA mit. Man habe sie nach Katutura verfolgt und bei den Single Quarters gefasst. Außerdem seien zwei Wagen, ein grauer und ein roter VW Polo, sichergestellt worden, die sie für ihre Raubzüge genutzt hatten. Unter den Verhafteten ist Kanime zufolge der Kopf der Bande. Er sei bereits vorbestraft und habe in zwölf laufenden Verfahren Kaution erhalten.

Am Eros-Flughafen in Windhoek sind in einer Kuriersendung Teile von Rhino-Hörnern entdeckt worden. Das Paket mit den 16 Hornstücken sei als Kaffee-Sendung deklariert gewesen, teilte Polizei-Generalinspektor Sebastian Ndeitunga auf Anfrage der Namibian Sun mit. Demnach sollte es über Johannesburg nach Malaysia geschickt werden. Gewicht und Wert der Hornstücke wurden nicht angegeben. In Hongkong waren Ende März zwölf Stücke von Rhino-Hörnern in einer Sendung beschlagnahmt worden, die aus Namibia stammte und als Kaffee deklariert war. Sie wogen 6,6 Kilogramm und hatten einen Schwarzmarktwert von umgerechnet rund 17 Millionen Namibia Dollar.

Im Iran hat die Wahl eines neuen Präsidenten begonnen. Der moderate Amtsinhaber Ruhani bewirbt sich um eine zweite Amtszeit, um seinen Kurs der Öffnung und Entspannung fortsetzen zu können. Ruhanis konservativer Herausforderer Raisi präsentiert sich dagegen als Verteidiger der Armen und Arbeitslosen und wirbt für eine "Diplomatie der Stärke". Er wirft Ruhani vor, aus dem internationalen Atomabkommen aus dem vergangenen Jahr zu wenig gemacht zu haben. Kommt heute keiner der Kandidaten auf mehr als 50 Prozent der Stimmen gibt es nächsten Freitag eine Stichwahl.

In Brasilien gerät Staatschef Temer ins Visir der Ermittler. Das Oberste Gericht des südamerikanischen Landes hat Ermittlungen den 76-Jährigen genehmigt. Er soll in einen Korruptionsskandal verwickelt sein. Hintergrund sind Tonbandaufnahmen Temers, auf denen er Schweigegeldzahlungen gebilligt haben soll. Temer selbst weist die Vorwürfe zurück und lehnt einen Rücktritt ab. Erst vor einem Jahr hatte es ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Rousseff gegeben, infolge dessen sie ihren Hut nehmen musste.

Das Baugewerbe Namibias schlägt wegen der schlechten Auftragslage Alarm. Laut Namibian ergab eine Umfrage des Branchenverbandes CIF, dass 63 Prozent seiner Mitglieder den Betrieb geschlossen oder verkleinert haben. Rund 30 Prozent der Arbeiter im Baugewerbe seien entlassen worden. CIF rief die Regierung auf, ihre ausstehenden Rechnungen umgehend zu bezahlen. Finanzminister Calle Schlettwein sagte dem Namibian gestern, dass bereits ein Teil der Schulden beglichen sei und der Rest sobald wie möglich bezahlt werde. Laut CIF hatte die Regierung bereits im Dezember Außenstände bei ihren Mitgliedern von insgesamt rund einer Milliarde Dollar.

Der Jugend-Aktivist Job Amupanda will gerichtlich gegen das Zentralkomitee der SWAPO-Jugendliga SPYL vorgehen. Der Gründer der Bewegung Affirmative Repositioning AR kündigte in einer Pressemitteilung an, dass Anwälte zurzeit eine Annullierung der jüngsten Sitzung des Zentralkomitees sowie aller gefassten Beschlüsse prüfen würden. Amupanda und seine Mitstreiter bezeichneten das Treffen, das angeblich in Anwesenheit bewaffneter Polizeibeamten stattfand, als undemokratisch. Auf der Sitzung am Samstag war Madela Kapere als Kandidatin für den offenen Posten des SPYL-Sekretärs nominiert worden. Sie gilt als Anhängerin von Präsident Hage Geingob.

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