Samstag 28. November 2020

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19. November 2020 - Nachrichten am Morgen

Der SWAPO ist ein symbolischer Schlag gegen die neue Oppositionspartei IPC des ehemaligen unabhängigen Präsidentschaftskandidaten Panduleni Itula geglückt. Elf ehemalige SWAPO-Mitglieder sind nach einer kurzen Mitgliedschaft bei der IPC nun zur Regierungspartei zurückgekehrt. Sie machen einen autokratischen Führungsstil in der IPC verantwortlich. Außerhalb des engsten Umfeldes von Itula hätte keiner eine Chance eine wichtige Position zu bekleiden, sollen diese gesagt haben. Die IPC zeigte sich überrascht von den Parteiaustritten.

Den Ausführungen der botswanischen Armee zum Grenzvorfall mit vier Toten nach, haben die namibischen Fischer zunächst das Feuer eröffnet. Dies berichtet laut dem Namibian das investigative Journalismusnetzwerk „Botswana INK Centre“. Die Männer hätten Elfenbein abtransportiert. Dass es sich um Fischer mitten in der Nacht und ohne Netze gehandelt habe, sei falsch. Hingegen hätten diese eine Waffe im Fluss versenkt. Diese Aussage, die von einem Armeemitglied stammen soll, widerspricht ersten namibischen Angabe. Danach waren die vier Männer unbewaffnet und wollten, wie in der Gegend üblich, nachts fischen. Dabei hätten sie womöglich unbewusst die Grenze überquert. – In den vergangenen 20 Jahren wurden mindestens 30 Namibier und 22 Simbabwer durch die botswanische Armee erschossen.

Der Unmut einiger Namibier gegen die Tötung dreier Landsleute durch die botswanische Armee reißt nicht ab. Nun haben Demonstranten in der Region Sambesi gefordert, dass der Hauptsitz der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika SADC von der botswanischen Hauptstadt Gaborone in ein anderes Land verlegt werde. Gleichzeitig solle das botswanische Hochkommissariat in Windhoek bis auf Weiteres geschlossen werden. Zudem werde gefordert, dass Namibia wegen des Grenzverlaufs mit Botswana den Ausnahmezustand ausruft. Eine dementsprechende Petition sei dem Gouverneur der Region Kavango-Ost, als Vertreter von Staatspräsident Hage Geingob, überreicht worden.

Ein hochrangiger Mitarbeiter des Bildungsministeriums in der Region Sambesi muss wegen versuchten dreifachen Mordes in Untersuchungshaft bleiben. Dies entschied das Magistratsgericht in Katima Mulilo. Ihm wird vorgeworfen bereits am Sonntagmorgen auf drei Männer geschossen zu haben. Es ist dem aktuellen Ermittlungsstand nach absolut unklar warum die Schüsse aus einer Flinte abgegeben wurden. Der Verdächtige stellte sich wenig später der Polizei. Die drei Männer befinden sich in stabilem Zustand im örtlichen Krankenhaus.

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