Dienstag 07. Juli 2020

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28. Mai 2020 - Nachrichten am Morgen

Bei dem gestern bestätigten 22. Fall von COVID19 im Land handelt es sich um den ersten lebensbedrohlichen. Laut Erklärung von Gesundheitsminister Kalumbi Shangula befindet sich der 63-jährige Namibier seit dem 24. Mai unter künstlicher Beatmung. Sei Zustand sei unverändert kritisch. Er habe relevante Vorerkrankungen. Der Mann sei in und von der Demokratischen Republik Kongo auf einem Trawler gefahren und am 5. Mai nach Namibia zurückgekehrt. Mit ersten Symptomen sei er am 7. Mai vom Dienst freigestellt und umgehend in Eigenquarantäne gegangen. Alle Kontaktpersonen auf dem Schiff und im Krankenhaus seien negativ auf das Coronavirus getestet worden.

Der Staatshaushalt 2020/21 soll 72,8 Milliarden Namibia Dollar umfassen. Dies teilte Finanzminister Iipumbu Shiimi bei der Vorstellung vor der Nationalversammlung mit. Er sei damit um etwa 20 Prozent höher als der Haushalt des Vorfinanzjahres. Die Mehrausgaben seien vor allem dem Kampf gegen COVID19 geschuldet, heißt es in der Erklärung. Das Virus zu besiegen sei der wichtigste Schritt auf dem Weg zum Neuaufbau der namibischen Wirtschaft. Der Investitionshaushalt werde um mehr als 8 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar vergrößert. Die Staatsverschuldung steigt deutlich um 14 Prozentpunkte auf dann knapp 69 Prozent des BIP.

Fast zehn Jahre nach dem Mord an dem Deutschnamibier André Heckmair soll der Mordprozess im September fortgesetzt werden. Dies teilte das Obergericht nach einer kurzen Anhörung gestern mit. Demnach sei die Entscheidung einvernehmlich zwischen Anklage und Verteidigung getroffen worden. Den beiden US-Amerikanern Kevan Townsend und Marcus Thomas wird der Mord an Heckmair im Januar 2011 vorgeworfen. Sie haben seit ihrer Festnahme durch Anwaltsentlassungen, Fluchtversuche und Täuschungsmanöver den Prozess immer wieder herausgezögert.

Zahlreiche Minister haben weiterhin ihre Vermögensverhältnisse nicht offengelegt. Dies geht laut dem Namibian aus internen Papieren des Parlaments hervor. Hierzu zählen auch Ex-Verteidigungsminister Penda ya Ndakolo und Ex-Innenministerin Pendukeni Iivula-Ithana. Auch der Schatzmeister der Oppositionspartei PDM, Nico Smit, hat keine Angaben gemacht. Die Angaben vieler anderer Minister erscheinen unvollständig und unrealistisch, heißt es. Seit 2015 haben nur Staatspräsident Hage Geingob und Landwirtschaftsminister Calle Schlettwein ihre Vermögen offengelegt. Ex-Vizeminister Sankwasa James Sankwasa sprach von einem Unding, Vermögen nicht offenzulegen. Heimlichtuerei sei nur nötig, wenn man illegale Geschäfte mache.

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