Dienstag 10. Dezember 2019

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28. November 2019 - Nachrichten am Morgen

Die gestrigen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen verliefen weitestgehend friedlich. Dies teilte die Wahlkommission und Polizei mit Einige frustrierte Wähler ließen jedoch nach Stunden des Anstehens ihrem Unmut freien Lauf. Die Polizei konnte die Situationen schnell befrieden, heißt es. Größte Zusammenstöße mit Sicherheitskräften habe es nicht gegeben. Staatspräsident Hage Geingob hatte schon früh bei seiner Stimmenabgabe die Namibier ermahnt, friedlich und demokratisch wählen zu gehen.

Zahlreiche technische und administrative Probleme habe die Stimmenabgabe der Parlaments- und Präsidentschaftswahl gestern behindert. Dies gestand die Wahlkommission ECN ein. Gründe waren unter anderem fehlende Wahlmaterialien und nicht funktionierende Wählerverifizierungsgeräte, betonte Wahlleiter Theo Mujoro. Problematisch sei auch, dass jeder Namibier überall wählen könnte. Dies habe die mobilen Wahllokale, die nur einen kurzen Zeitpunkt an einem Ort eingeplant seien, vor fast unlösbare Auflagen gestellt. Zudem wurden in den ersten Stunden unabhängige Wahlbeobachter abgewiesen, da die interne Kommunikation der ECN unzureichend gewesen sei. - Das amtliche Endergebnis soll bis morgen Abend vorliegen.

Im Rahmen des “Fishrot”-Korruptionsskandals gab es nun zwei Festnahmen. Wie die Anti-Korruptionskommission ACC bestätigte, wurden Ex-Justizminister Sacky Shangala und der ehemalige Investec-Chef in Namibia, James Hatuikulipi, verhaftet. Dies ist die dritte Verhaftung, nachdem am Samstag Ex-Fischereiminister Bernhard Esau festgenommen, jedoch einen Tag später wieder freigelassen wurde. Die drei und weitere Personen sollen im Rahmen der Vergabe von Fischfangrechten an ein isländisches Unternehmen mindestens 150 Millionen Namibia Dollar erhalten haben.

51 Elefanten bzw. Nashörner wurden in diesem Jahr in Namibia gewildert. Dies berichtet die Presseagentur Xinhua unter Berufung auf das Umweltministerium. Seit Januar seien 12 Elefanten und 39 Nashörner Wilderern zum Opfer gefallen. Dies sind bei beiden Tierarten deutlich niedrigere Werte als in den Vorjahren. So wurden 2018 bis zu 70 Nashörner und 26 Elefanten gewildert. Der diesjährige Wert ist der niedrigste seit 2013. Insgesamt würden die Anti-Wilderer-Maßnahmen des Umweltministeriums, der Polizei und Armee deutliche Erfolge zeigen, heißt es weiter.

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