Mittwoch 19. September 2018

29. November 2017 - Nachrichten am Morgen

Die SWAPO erhält angeblich den größten Teil ihrer Gelder vom Staat, obwohl sie mit ihrem Unternehmen Kalahari Holdings über ein Firmen-Imperium verfügt. Das geht laut Namibian aus dem Finanzbericht hervor, den die Partei auf ihrem Kongress vorgelegt hat. Von 2013 bis 2016 habe der Staat im Zuge der Zuschüsse für Parteien 260 Millionen Namibia Dollar an die SWAPO ausgezahlt. Dividenden aus Firmenbeteiligungen hätten nur 7,4 Millionen Dollar betragen. Allerdings erscheint die Auflistung unvollständig. Allein das Medienunternehmen MultiChoice Namibia, an dem Kalahari Holdings mit 51 Prozent beteiligt sei, hat laut Bericht vor dem SWAPO-Kongress eine Dividende von 150 Millionen Dollar ausgeschüttet. Parteipräsident Hage Geingob versprach, künftig für mehr Transparenz bei der Parteifinanzierung zu sorgen.

Im Prozess wegen Mordes im Zuge des Horror-Unfalls bei Henties Bay im Dezember 2014 ist der Angeklagte erneut schwer belastet worden. Laut Allgemeiner Zeitung sagte eine Zeugin gestern aus, der Fahrer Jandré Dippenaar [habe sie mit hohem Tempo vor einer Kuppe überholt. Er habe dabei offenbar die Kontrolle über sein Auto verloren, denn es sei leicht hin und her geschlingert. Laut Zeugin ist Dippenaars Auto hinter der Kuppe auf der rechten Fahrbahn mit einem entgegenkommenden Wagen kollidiert. Dies deckt sich mit der Aussage der deutschen Touristin Antonia Joschko, ihr Vater habe Dippenaar nicht ausweichen können, weil er mit sehr hohem Tempo entgegengekommen sei. Die 19-Jährige hatte bei dem Unfall ihre Eltern und ihre Schwester verloren. Im Auto von Dippenaar starben drei Namibier. Es ist das erste Mal, dass ein Unfallfahrer wegen Mordes angeklagt wird.

Die Europäische und die Afrikanische Union beginnen heute ihren zweitägigen Gipfel in der ivorischen Wirtschaftsmetropole Abidjan. Themen des Treffens sind unter anderem die Stärkung der afrikanischen Wirtschaft, die Flüchtlingskrise und der Kampf gegen den Terrorismus. Bei dem Gipfel werden mehr als 5.000 Teilnehmer aus 55 afrikanischen und 28 europäischen Staaten erwartet.

Regierung und Jagdbranche Namibias treten der weltweiten Kritik von Naturschützern künftig offensiv entgegen. Das habe die Präsidentin des Berufsjagdverbandes NAPHA, Danene van der Westhuyzen, gestern auf der Jahresversammlung in Windhoek angekündigt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Die Regierung spreche nicht mehr von Trophäenjagd, sondern von Naturschutzjagd. Bei den Programmen zum Wildtier-Management kommunaler Gemeinschaften trage die Jagd fast die Hälfte der Einnahmen bei. Das Umweltministerium hat NAPHA laut van der Westhuyzen beauftragt, einen neuen Verhaltenskodex zur ethischen Jagd zu erstellen. Jagdgenehmigungen sollten künftig an diesen Kodex gebunden sein und von jedem Jäger, egal ob Namibier oder Ausländer, unterzeichnet werden.

Allen Warnungen zum Trotz hat Nordkorea erneut eine Rakete getestet. Das US-Verteidigungsministerium geht davon aus, dass es sich um eine Interkontinentalrakete handelte, die nach etwa eintausend Kilometern in den Pazifik gestürzt sei. Aus Pjöngjang hieß es, der Raketentyp sei grundsätzlich in der Lage das amerikanische Festland zu erreichen. US-Präsident Trump warnte das kommunistische Regime mit den andauernden Raketentests die eigene Sicherheit aufs Spiel zu setzen. Heute befasst sich der UN-Sicherheitsrat mit dem Thema.

Viele private Schülerheime stehen am Rande des Kollapses, weil die Regierung ihre Zuschüsse fast halbiert hat. Die Staatssekretärin im Bildungsministerium, Sanet Steenkamp, bestätigte gegenüber dem Namibian, statt der 22 Namibia Dollar pro Heimkind nur noch 12 Dollar zahlen zu können. Grund sei der allgemeine Sparkurs der Regierung. Laut Bericht warten allein in der Region Khomas 22 Heime seit März auf ihre Zuschüsse. Landesweit gibt es 124 private Schülerheime mit insgesamt über 21.000 Kindern. 110 der Heime werden vom Staat bezuschusst.


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