Dienstag 10. Dezember 2019

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3. Dezember 2019 - Nachrichten am Morgen

Die Ex-Minister Bernhard Esau und Sacky Shangala werden nicht mehr als Abgeordnete in die Nationalversammlung zurückkehren. Sie wurden von der Parteiliste der regierenden SWAPO aufgrund der Anschuldigungen im „Fishrot“-Skandal gestrichen, wie Staatspräsident Hage Geingob laut Namibian mitteilte. Beide hätten auf Listenplatz 33 und 53 einen Sitz im neuen Parlament ab dem 21. März 2020 innegehabt. Keine Entscheidung wurde hingegen über ihren Status innerhalb der Partei getroffen. Beide sind Mitglieder des SWAPO-Zentralkomitees, Esau zudem auch des Politbüros.

Die „Fishrot-Six“ stehen in Haft unter polizeilicher Dauerbeobachtung. Dies berichten die „Kalahari Reporters“. Staatspräsident Hage Geingob habe den höchsten Überwachungsstatus unter anderem für Ex-Justizminister Sacky Shangala und Ex-Fischereiminister Bernhard Esau angeordnet, damit diese kein Leid zugefügt wird oder sie sich selber verletzen. Schon am Freitag habe insbesondere Shangala erste Anzeichen psychischer Labilität gezeigt, heißt es.

Einigen aktuellen Ministern und Vizeministern könnte mit Vereidigung der neuen Regierung in vier Monaten die Arbeitslosigkeit drohen. Da sie aufgrund der deutlichen Sitzverluste der SWAPO bei den Wahlen keinen Sitz in der Nationalversammlung mehr haben werden, ist auch die Zukunft als Minister ungewiss, so der Namibian. Dies beträfe unter anderem Arbeitsminister Erkki Nghimtina und Sicherheitsminister Charles Namoloh. Beide müssen darauf hoffen einen der acht Plätze in der Nationalversammlung zu ergattern, die der Staatspräsident ernennen darf.

In der Region Kavango-West hat ein Sicherheitsmann einen jungen Mann erschossen. Polizeiangaben nach hatte das 21-jährige Opfer kurz zuvor einen Nachtclub verlassen. Der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes soll mit dem Mann und weiteren Jugendlichen aneinandergeraten sein, wie die Polizei ersten Ermittlungen nach mitteilte. Dieser eröffnete daraufhin mit einer Flinte das Feuer. Das Opfer verstarb weniger später im Krankenhaus. Der Täter befindet sich in Polizeigewahrsam.

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