Mittwoch 17. Januar 2018

5. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Der Ausbruch von Hepatitis in Windhoek ist noch nicht unter Kontrolle. Das habe der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, David Uirab, gestern eingeräumt, berichtet die Zeitung New Era. Die Zahl bestätigter Infektionen sei von 26 Mitte Dezember auf mittlerweile 167 gestiegen. Zwei Personen befänden sich im Krankenhaus in der Isolierstation, weitere Todesfälle gebe es nicht. Betroffen vom Hepatitis-Ausbruch sind laut Bericht die informellen Siedlungen in Katutura, wo Bewohner mangels Toiletten ihre Notdurft im Busch verrichten. Uirab zufolge läuft im Radio und überführende Personen in den Siedlungen eine Aufklärungskampagne über Hygiene. Auch würden die Bewohner ermahnt, das Wasser abzukochen.

Chinas Verbot des Handels mit Elfenbein wird die Preise für Elefanten-Stoßzähne auf dem Schwarzmarkt in die Höhe treiben. Das habe Umweltminister Pohamba Shifeta nach Inkrafttreten des Verbots zu Jahresbeginn erklärt, berichtet der Namibian. Das Verbot sei keine Lösung des Problems der Wilderei. Stattdessen müsse man gegen den illegalen Handel vorgehen. Shifeta verwies zudem auf den großen Bestand Namibias an beschlagnahmten Stoßzähnen. Durch einen legalen Verkauf könnte man hohe Einnahmen erzielen, um den Kampf gegen die Wilderei von Elefanten und den Schmuggel von Stoßzähnen zu finanzieren. Dies sei durch das Verbot nun ebenfalls nicht möglich. China gilt als einer der größten Abnehmer von Elfenbein.

In Windhoek hat die Polizei einen chinesischen Rentner verhaftet, der ein Rhino-Horn und 60 Stückchen Elfenbein bei sich hatte. Laut Zeitung New Era handelt es sich um einen 80-jährigen Mann, der seit 17 Jahren in Namibia lebt und in einem Haus in Ludwigsdorf wohnt. Bei Durchsuchung des Hauses seien außerdem ein Leopardenschädel mit Fell und ein Geparden-Fell gefunden worden. Der Verhaftete wurde laut Bericht gestern dem Haftrichter vorgeführt und gegen 180.000 Namibia Dollar Kaution auf freien Fuß gesetzt. Als Grund wurden Gesundheitsprobleme genannt. Auch bestehe keine Fluchtgefahr. Der Mann gab seinen Reisepass ab und muss sich montags und freitags bei der Polizei melden.

Nord- und Südkorea haben sich nach jahrelanger Funkstille wieder auf direkte Gespräche geeinigt. Der Norden haben das Gesprächsangebot für kommenden Dienstag angenommen, heißt es aus Seoul. Bei dem Gespräch im Grenzgebiet soll es um eine mögliche Teilnahme nordkoreanischer Athleten bei Olympia gehen, aber auch um andere Themen zu Verbesserung der bilateralen Beziehungen. Die beiden koreanischen Nachbarn sind seit Jahrzehnten verfeindet.

Ein Enthüllungsbuch bringt US-Präsident Trump in die Bredouille. In dem Buch geht es unter anderem um die möglichen Russland-Kontakte von Trumps Wahlkampfteam. Der Verleger des Buchs hat den Erscheinungstermin auf heute vorverlegt, nachdem Trumps Anwälte versucht hatten, die Veröffentlichung zu stoppen.

Im Zentrum für Psychiatrie beim Zentralhospital in Windhoek fehlt seit einiger Zeit ein wichtiges Medikament gegen Schizophrenie. Das bestätigte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, David Uirab, gestern gegenüber dem Namibian. Man habe Probleme, das Mittel vom Lieferanten zu erhalten. Patienten würden zwischenzeitlich mit anderen Mitteln behandelt. Betroffene sagten laut Namibian dagegen, das Medikament sei in Apotheken erhältlich. Nur sei es so teuer, dass viele es sich nicht leisten könnten. Statistiken des Gesundheitsministeriums zufolge wurden 2016 in Namibia über 9.000 Fälle an Schizophrenie registriert. 2012 lag die Zahl bei lediglich rund 3.800.


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