Mittwoch 20. September 2017

5. September 2017 - Nachrichten am Mittag

Zwei Verdächtige im Millionenraub auf eine Bankfiliale wurden verhaftet. Wie die namibische Polizei Nampol bekannt gab, habe man die zwei Personen am gestrigen Nachmittag festgenommen. Zuvor konnte man diese anhand von Aufnahmen von Überwachungskameras identifizieren. Die beiden Personen, deren Identität noch nicht bekanntgegeben wurde, sollen in der Nacht von Sonntag auf Montag in die Bank Windhoek-Filiale in Rehoboth eingebrochen sein. Es sollen mehr als 1,3 Millionen Namibia Dollar gestohlen worden sein.

In Südafrika findet zur Stunde vor dem Verfassungsgericht eine Anhörung zur Amtsenthebung von Staatspräsident Jacob Zuma statt. Das Verfassungsgericht wurde von der Oppositionspartei „Economic Freedom Fighters“, unter Vorsitz des ehemaligen Chefs der Jugendliga des regierenden ANC, angerufen. Zur Begründung sagte der Rechtsvertreter der EFF, dass die Nationalversammlung, vertreten durch den Sprecher, ihren Pflichten zur Wahrung der Demokratie nicht nachgekommen sei. – Erst vor wenigen Wochen hatte Zuma zum wiederholten Male ein Misstrauensvotum gewonnen. Diesmal hatten aber auch Mitglieder des ANC Zuma das Misstrauen ausgesprochen.

Im Nordkorea-Konflikt wollen die USA und Südkorea den Druck auf Pjöngjang erhöhen. Man werde mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auf die jüngsten Raketentests des kommunistischen Landes reagieren, hieß es nach einem Telefonat zwischen US-Präsident Trump und seinem südkoreanischen Amtskollegen Moon. Dazu gehöre auch, die gemeinsamen militärischen Fähigkeiten weiter auszubauen. Trump erklärte, dem Land Rüstungsgüter für mehrere Milliarden Dollar zu liefern. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte am Sonntag eine Wasserstoffbombe getestet - die USA wollen deshalb nun verschärfte UN-Sanktionen gegen das Land durchsetzen.

Papst Franziskus reist morgen für fünf Tage nach Kolumbien. Dort will er den Prozess der Aussöhnung zwischen Regierung und Rebellen unterstützen. Im November hatte Bogotá nach einem halben Jahrhundert ein historisches Friedensabkommen mit den Farc-Rebellen geschlossen. Erst gestern einigte sich auch die letzte aktive Rebellengruppe mit der Regierung auf eine Waffenruhe. Der bevorstehende Besuch des Papstes scheint auch die Friedensgespräche mit der ELN-Guerilla beschleunigt zu haben. Bei ihren Verhandlungen in Ecuador hatten sie sich das Ziel gesetzt, vor Franziskus' Eintreffen eine Waffenruhe zu vereinbaren. Sie soll nun am 1. Oktober in Kraft treten.

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