Montag 23. Juli 2018

6. Juli 2018 - Nachrichten am Morgen

Der Hauptangeklagte im Avid-Betrugsprozess, Nico Josea, muss für 17 Jahre hinter Gitter. Das habe Richter Christie Liebenberg gestern verkündet, berichtet die Allgemeine Zeitung. Josea habe nachweislich von Beginn an vorgehabt, sich des Hauptteils der 30 Millionen Namibia Dollar der Social Security Commission SSC zu bemächtigen. Drei der Verurteilten, die am Betrug beteiligt waren, sich aber nicht persönlich bereichert hatten, kommen mit Geldstrafen von je 60.000 Dollar oder drei Jahre Haft davon. Darunter ist Ex-Vizeminister und SWAPO-Jugendliga-Führer Paulus Kapia. Sie hatten laut Urteil entgegen besseren Wissens versichert, die Firma Avid sei renommiert und eine Anlage von Geldern bei ihr sei sicher. Die fünfte Angeklagte erhielt wegen grob fahrlässiger Geschäftsführung eine Strafe von 8000 Dollar oder sechs Monaten Haft.

Die Zahl der bestätigten Fälle von Schweinegrippe ist auf 16 gestiegen. Das habe Gesundheitsminister Bernard Haufiku gestern mitgeteilt, meldet die Presseagentur NAMPA. Zwei der positiv auf den H1N1-Virus getesteten Patienten seien gestorben. Zugleich wies Haufiku darauf hin, dass im Laufe des Winters wie jedes Jahr eine erhöhte Zahl an Schweinegrippe-Patienten zu erwarten sei. Der Minister ging auch auf den Ausbruch von Hepatitis E ein. Seit Dezember habe man 147 bestätigte Fälle und 17 Tote registriert. Die Krankheit sei hauptsächlich in den Stadtvierteln Havana und Goreangab in Katutura aufgetreten und habe sich von dort aus verbreitet. Ursache sei vor allem schlechte Hygiene.

Das Krematorium in Windhoek ist wieder in Betrieb. Das Gasleck zwischen Tank und Verbrennungsanlage sei am Dienstag repariert worden, teilte die Pressesprecherin der Stadt Windhoek, Lydia Amutenya, dem Namibian mit. Die neue Verbrennungsanlage im Werte von 15 Millionen Namibia Dollar war erst im März fertig installiert worden und seit Mai wegen des Gaslecks außer Betrieb. Laut Namibian stammt die Anlage von der deutschen Firma Ruppmann Verbrennungsanlagen. Die Stadt habe jedoch auf den Gastank der Firma verzichtet und stattdessen ein Windhoeker Unternehmen mit der Installation eines Tanks beauftragt. Das Krematorium in Windhoek ist das einzige in Namibia.

Das namibische Sport-Idol Frankie Fredericks wird mit einer Statue im Windhoeker Independence Stadion geehrt. Das habe das Kabinett am Mittwoch beschlossen, teilte Informationsminister Stanley Simataa laut Presseagentur NAMPA gestern mit. Fredericks habe Namibia mit seinen Silbermedaillen im 100-Meter- und 200-Meter-Sprint bei den Olympischen Spielen 1992 und 1996 weltweit bekannt gemacht. Fredericks hat nach Ende seiner Karriere als Sprinter eine Laufbahn als Sportfunktionär eingeschlagen. Im März vergangenen Jahres hat er wegen Vorwürfen der Korruption die Leitung der IOC-Kommission für die Olympischen Spiele 2024 abgegeben und ist aus einem Komitee des Welt-Leichtathletikverbandes IAAF ausgetreten.

Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat die nächste Eskalationsstufe erreicht. Seit heute Morgen gelten 25 Prozent Strafzölle auf chinesische Produkte im Gesamtumfang von umgerechnet fast 30 Milliarden Euro. Die Regierung in Peking spricht vom Beginn des größten Handelskriegs der Wirtschaftsgeschichte und kündigte Gegenmaßnahmen an.

Bei der Rettungsaktion in einer thailändischen Höhle ist einer der Taucher ums Leben gekommen. Er starb an Sauerstoffmangel, teilten der Vize-Gouverneur der Region mit. Der frühere Soldat der Militäreinheit Navy Seal war als freiwilliger Helfer im Einsatz. In der Höhle sind zwölf junge Fußballer und ihr Trainer eingeschlossen. Sie können offenbar erst nach draußen, wenn sie selbst tauchen gelernt haben.

 

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