Montag 23. Oktober 2017

6. Oktober 2017 - Nachrichten am Morgen

Vize-Premier- und Außenministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah soll das zweithöchste Amt in der regierenden SWAPO-Partei übernehmen, wie der Namibian berichtet. Diese Empfehlung machte Staatspräsident Hage Geingob. Zudem würde sich der Präsident die Ministerin für städtische und ländliche Entwicklung, Sophia Shaningwa, im Amt der Generalsekretärin und Marco Hausiku als ihren Vize wünschen. Gemeinsam mit Geingob werden sie beim anstehenden Parteigipfel im November um die Führung in der Partei kämpfen. – Traditionell gilt der Parteipräsident, in diesem Fall wohl Geingob, als Kandidat für die nächsten Präsidentschaftswahlen. Nandi-Ndaitwah könnte ihm dann in fünf Jahren als erste weibliche Präsidentin des Landes möglicherweise folgen.

Staatspräsident Hage Geingob wird vom 8. bis 11. November ins Vereinigte Königreich reisen. Als einziges Staatsoberhaupt Afrikas wird Geingob vor dem House of Lords, dem Oberhaus des britischen Parlamentes eine Rede halten. Hintergrund ist eine Wirtschaftskonferenz am 10. Oktober bei der es vor allem um den Folgen des Brexit gehen wird. Neben dem namibischen Präsidenten werden die britische Premierminister Theresa May und Sultan Al-Qasami aus dem Emirat Sharjah als Hauptredner auftreten. Zudem ist ein bilaterales Treffen zwischen Geingob und dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate geplant.

Eine chinesische Staatsbürgerin hat in Abwesenheit einen rechtlichen Erfolg gegen den Staat erzielt. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet hat das Obergericht einen Antrag auf Enteignung von 2,6 Millionen Namibia Dollar abgewiesen. Eine Begründung folge demnächst, hieß es. Das Geld war im Januar nach einem gerichtlichen Beschluss beschlagnahmt worden. Die Besitzern, Zang Ying, sei als Geschäftsführerin eines Unternehmens mit dem größten Betrugsfall in der Geschichte Namibias in Verbindung gebracht worden. Dabei gehe es um 3,5 Milliarden Namibia Dollar.

Sturm „Xavier“ hat im Norden und Osten Deutschlands mindestens sieben Menschenleben gekostet. Die meisten wurden in ihren Autos von Bäumen oder Ästen erschlagen. Polizei und Feuerwehr rückten zu tausenden Einsätzen aus - vielerorts kam der Verkehr komplett zum Erliegen. Die Deutsche Bahn stellte in ganz Norddeutschland und weiten Teilen Ostdeutschlands den Zugverkehr ein.

Nach dem Massaker von Las Vegas zeigen sich einige Abgeordnete der Republikaner offen für eine Verschärfung der US-Waffengesetze. Sie fordern ein Verkaufsverbot für sogenannte „bump stocks“ - das sind technische Vorrichtungen, mit denen halbautomatische Waffen zu vollautomatischen umgebaut werden können. Das hatte der Schütze von Las Vegas getan. Aus dem Weißen Haus heißt es, man begrüßte diese Debatte.

In Oslo wird heute der Friedensnobelpreisträger bekannt gegeben. Angesichts der Spannungen mit Nordkorea räumen Friedensforscher im Vorfeld Initiativen gegen Atomwaffen gute Chancen ein. Im vergangenen Jahr war Kolumbiens Präsident Santos für den Friedensprozess mit der Farc-Guerilla ausgezeichnet worden.

Windhoek hat die Erweiterung des Rathauses eröffnet. Aus diesem Anlass sprach Staatspräsident Hage Geingob von einem deutlichen Zeichen der Entwicklung des Landes seit der Unabhängigkeit. Der fünfstöckige, hochmoderne Anbau beheimatet Büros der Stadträte und Sitzungssäle. Er ergänzt das 1964 nach Plänen von Cosmos Stratakis erbaute Rathaus. – Neben Staatspräsident Geingob waren auch die Minister für Städtische und Ländliche Entwicklung, der Bürgermeister von Windhoek sowie der Gouverneur der Khomas-Region zur Eröffnung anwesend.

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