Freitag 22. Juni 2018

7. Juni 2018 - Nachrichten am Morgen

Die Konten des Fleischkonzerns MeatCo in Großbritannien sind keineswegs eingefroren worden, wie von PDM-Chef, McHenry Vanaani behauptet. Das habe MeatCo gestern klargestellt, berichtet der Namibian. Die Royal Bank of Scotland habe das Konto lediglich geschlossen, weil sie sich auf Kunden im Inland konzentriere. Somit erweist sich auch die Behauptung Venaanis, MeatCo leide unter der Einstufung Namibias als Steueroase durch die EU, als falsch. Er hatte Finanzminister Calle Schlettwein nach Fortschritten bei den Bemühungen gefragt, Namibia von der Liste der EU streichen zu lassen. - Die Finanzminister der EU hatten im Dezember im Kampf gegen die Steuerflucht eine schwarze Liste von 17 Staaten abgesegnet, die als Steueroasen für Firmen und wohlhabende Personen gelten.

In Swakopmund haben Arbeiter des Uran-Bergwerks Langer Heinrich gegen eine mögliche Stilllegung des Betriebes protestiert. Laut Allgemeiner Zeitung zogen mehr als 100 Mitarbeiter zum Büro des Regional-Gouverneurs. Die Bergarbeiter-Gewerkschaft MUN warf Gouverneur Cleophas Mutjavikua Untätigkeit vor. Ende April waren Pläne bekannt geworden, das Uran-Bergwerk Langer Heinrich im Namib-Naukluft-Park im kommenden Jahr möglicherweise vorübergehend stillzulegen. Die Entscheidung falle bis Ende dieses Jahres, hieß es. Grund seien die niedrigen Preise für Uran auf dem Weltmarkt. Das Bergwerk beschäftigt mehr als 600 Arbeiter. Es wäre nach der Uran-Mine Trekkopje von Areva das zweite Bergwerk, das wegen der niedrigen Uran-Preise auf Eis gelegt wird.

Eine Anti-Wilderer-Einheit soll im Februar nahe dem Mahangu Nationalpark einen Mann widerrechtlich festgehalten und gefoltert haben. Der Allgemeinen Zeitung zufolge verklagt das Opfer die Ministerien für Innere Sicherheit, Verteidigung und Tourismus auf 155.000 Namibia Dollar Entschädigung. Polizisten, Soldaten und Wildschützer hätten ihm die Augen verbunden, ihn mit Stöcken geschlagen und gedroht, ihn zu erschießen, wenn er nicht die Namen von ihm angeblich bekannten Wilderern nenne. Es ist bereits der zweite Fall mutmaßlich widerrechtlichen Vorgehens der Anti-Wilderer-Einheiten im Nordosten Namibias. Die Familie Keil aus Windhoek, die im März vergangenen Jahres im Bwabwata-Nationalpark von einer Anti-Wilderer-Einheit beschossen worden war, klagt auf 3,2 Millionen Namibia Dollar Schadensersatz.

Ein Horror-Unfall auf der Fernstraße B1 zwischen Mariental und Keetmanshoop hat vier Menschenleben gefordert. Gestern Nachmittag sei bei einem Bus mit 35 Bergarbeitern an Board nördlich von Asab der rechte Vorderreifen geplatzt, meldet die Presseagentur Nampa unter Berufung auf die Polizei. Der Bus sei dann auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem Bakkie kollidiert. Alle vier Insassen, zwei Männer und zwei Frauen, seien auf der Stelle tot gewesen. Der Bus geriet von der Straße und kippte auf die Seite. Mehrere Bergarbeiter wurden nach Mariental ins Krankenhaus gebracht.

Die US-Regierung bleibt vor dem G7-Gipfel bei ihrer harten Haltung im Handelsstreit. Präsident Trump wolle die Exporte steigern und die Handelsbilanzen ausgleichen, heißt es aus Washington. Der G7-Gipfel beginnt morgen in Kanada. Überschattet wird er von den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium. Sie gelten seit vergangener Woche auch für Importe aus der EU, Kanada und Mexiko.

Ein umstrittener Gesetzesvorschlag gegen „Fake News“ beschäftigt heute erstmals die französische Nationalversammlung. Präsident Macron will damit die Verbreitung von Gerüchten und Falschaussagen in Wahlkampfzeiten verhindern. Nach der Vorlage könnten Betroffene mit Hilfe eines Richters im Eilverfahren gegen Unwahrheiten vorgehen, die in sozialen Netzwerken verbreitet werden. Den Urhebern drohen bis zu ein Jahr Haft und eine Geldstrafe von 15.000 Euro. Kritiker sehen darin einen Versuch Macrons, missliebige Informationen zu unterbinden. Sie warnen vor "Zensur" und einem "Maulkorb" für Medien und Bürger.

 

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