Freitag 20. September 2019

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7. Juni 2019 - Nachrichten am Morgen

Der mutmaßliche Mörder von NIMT-Geschäftsführer Eckhart Mueller und dessen Stellvertreter Heimo Hellwig will laut Allgemeiner Zeitung gegen Kaution auf freien Fuß gelangen. Indes kursiert seit dieser Woche im Internet eine Petition, dessen Verfasser die Öffentlichkeit um Unterstützung bittet bei dem Vorhaben, dem Angeklagten Ernst Lichtenstrasser, die Gewährung einer Kaution vorzuenthalten. In der Petition heißt es das dringend um Hilfe gebeten wird den Kautionsantrag scheitern zu lassen. Lichtenstrasser werde sich wegen des brutalen und feigen Mordes verantworten müssen. Man geht davon aus das die Petition aus den Reihen der NIMT stamme. Bis gestern Nachmittag zählte die Petition bereits mehr als 1100 Unterschriften.

Aufgrund der aktuellen Dürre, des akuten Wohnungsmangels und der unzähligen Jobverluste wird die Lage in der Erongo-Region bedenklich. Damit wenigstens die regionale Wasserversorgung klappt, setzt sich der Gouverneur der Region, Cleophas Mutjavikua, für die Anschaffung einer Entsalzungsanlage ein. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet betonte Mutjavikua das der Entsalzungsprozess kein Luxus sei – hier gehe es ums Ganze. Aus diesem Grund habe er im vergangenen Jahr intensive Gespräche geführt, mit dem Ziel die bestehende Entsalzungsanlage bei Wlotzkasbaken zu übernehmen. Aktuell sei sein Büro damit beschäftigt die nötigen finanziellen Mittel aufzubringen.

Der Finanzbedarf zur Umsetzung der staatlichen Dürrehilfe ist auf 771 Millionen Namibia Dollar angestiegen. Von denen seien aber laut Allgemeiner Zeitung bisher nur 303,8 Millionen Namibia Dollar gedeckt. Angesichts des daraus erwachsenden Fehlbetrags von 467 Millionen Namibia Dollar richten sich die Hoffnungen nun auf Unterstützung aus dem Ausland. Obwohl sie keinen direkten Spendenappell formulierte, hinterließ Außenministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah dennoch den Eindruck einer Bittstellerin, als sie gestern gegenüber zahlreichen Botschaftern das Ausmaß der Dürre und den daraus entstandenen Handlungsbedarf erläuterte. Aufgrund des niedrigsten Regenfalls seit 90 Jahren und daraus resultierenden Missernten sei die Nahrungsmittelsicherheit von etwa 500 000 Namibiern bedroht.

Die für das Büro von Gründungspräsident Sam Nujoma für das Geschäftsjahr 2019/20 veranschlagten 13,9 Millionen Namibia Dollar sind nicht gerechtfertigt, wenn sich die Regierung in einer finanziellen Notlage befindet, sagte McHenry Venaani, Vorsitzender der offiziellen Opposition. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in der Hauptstadt fügte er hinzu, dass die Regierung in Bezug auf Sparmaßnahmen "das Wort ergreifen" sollte. Weiter sagte Venaani, dass die Regierung - die Einzelpersonen aufgefordert hat, freiwillig 2 Prozent ihres Gehalts zur Dürrehilfe beizutragen, nur dann ernst genommen werden kann, wenn sie zunächst die exorbitanten Gelder kürzt, die unter anderem für die Präsidenten im Ruhestand ausgegeben werden.

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