Dienstag 13. November 2018

7. November 2018 - Nachrichten am Morgen

Die Population der so genannten Wüstenlöwen im Nordwesten Namibias hat ein weiteres Mitglied verloren. Laut Allgemeiner Zeitung wurden an der Grenze zum Hegegebiet Sesfontein die Überreste eines fünf Jahre alten Mähnenlöwen gefunden. Die Organisation Desert Lions Human Relations Aid DeLHRA vermute, dass der Löwe von dort lebenden Kleinfarmern vergiftet wurde. In der Gegend sei im September ein Esel gerissen worden. Auch habe man in der Nähe des Kadavers Spuren eines ausgelegten Köders entdeckt. Das Umweltministerium erklärte dies für reine Spekulation. Man habe nur Knochen des Löwen gefunden, die man nicht auf Gift als Todesursache untersuchen könne. Das Ministerium meldete den Fall der Polizei. Das Vergiften von Wildtieren ist verboten.

Die Europäische Union hat Namibia von der Liste an Ländern gestrichen, die als steuerrechtlich bedenkliche Gebiete gelten. Laut Allgemeiner Zeitung würdigten die EU-Finanzminister auf ihrem Treffen gestern in Brüssel die Zugeständnisse Namibias. Man werde die Steuerpolitik weiterhin genau beobachten, hieß es. Auch andere Länder haben Reformen zugesagt, so dass laut AZ nur noch fünf Staaten auf der schwarzen Liste stehen. - Die Finanzminister der EU hatten im Kampf gegen die Steuerflucht im Dezember vergangenen Jahres eine Liste von 17 Staaten abgesegnet, die aufgrund lascher Steuergesetze und -praktiken als Steueroasen für Firmen und wohlhabende Personen galten.

Der Geschäftsführer der Stadt Windhoek, Robert Kahimise, ist erneut suspendiert worden. Laut Namibian entschied sich der Stadtrat am Montagabend zu diesem Schritt, nachdem Kahimise zu einer Anhörung nicht erschienen war. Kahimise war bereits vor drei Wochen beurlaubt, dann jedoch zurück zur Arbeit gerufen worden, weil ihm laut Arbeitsrecht die Gelegenheit gegeben werden muss, zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen Stellung zu nehmen. Kahimise soll ohne Zustimmung des Stadtrates ein zinsfreies Darlehen zur Fortbildung von knapp 170.000 Namibia Dollar in Anspruch genommen haben.

Die Regierung stößt mit der bevorzugten Anstellung so genannter Struggle Kids auf den Protest betroffener Gemeinschaften. Laut Namibian gab es am Freitag in Gobabis sowie am Wochenende in Mariental und Tses Demonstrationen. In Gobabis waren demnach sechs Struggle Kids in einer neuen Schule angestellt worden, obwohl sich auch viele dort lebende Menschen auf die Stellen beworben hatten. Ähnlich lag der Fall auch bei Schulen in Mariental und Tses. Nach Protesten der Struggle Kids hatte die Regierung der Forderung nach Jobs beim Staat nachgegeben, Ausbildungsprogramme gestartet und eine Anstellung der erfolgreichen Absolventen in Aussicht gestellt.

Nach der Durchsuchung beim weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock in München hat Aufsichtsratschef Friedrich Merz Aufklärung versprochen. Hintergrund der Razzia waren laut Medienberichten sogenannte Cum-Ex-Geschäfte. Merz kandidiert auch für die Merkel-Nachfolge an der CDU-Spitze.


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