Mittwoch 18. Oktober 2017

8. August 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Serie tödlicher Unfälle auf Namibias Straßen reißt nicht ab. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, meldete die Polizei am vergangenen Wochenende neun Verkehrstote. Demnach starb ein 26-jähriger Fahrer Sonntagnacht auf dem Western Bypass in Windhoek, als er die Kontrolle verlor und sich sein Auto überschlug. Bei Rehoboth prallte am Samstag ein Wagen auf zwei Autos, die wegen eines Reifenwechsels am Straßenrand standen. Zwei Mädchen starben. Bei Gochas rammte eine 74-jährige Fahrerin einen Straßenhobel und war auf der Stelle tot. Außerdem kamen bei verschiedenen Unfällen im Norden des Landes drei Fußgänger und ein Fahrradfahrer ums Leben.

Der Staatsbetrieb TransNamib rechnet in den kommenden fünf Jahren mit Ausgaben von 19 Milliarden Namibia Dollar. Das geht laut Namibian aus dem mittelfristigen Finanzplan hervor, den der Transportkonzern der Regierung vorgelegt habe. Allein für die Aufbesserung der Schienenstrecke zwischen Tsumeb und Walvis Bay seien 15 Milliarden Dollar eingeplant. Für Kauf und Instandhaltung von Loks und Waggons habe man 2,7 Milliarden Dollar veranschlagt. Um die Ausgaben für Gehälter zu senken, könnten laut Bericht noch in diesem Jahr rund 860 Arbeitsplätze wegfallen. Auch sollen durch den Verkauf von Grundstücke 900 Millionen Dollar eingenommen werden.

Die Vereinten Nationen warnen vor einem Völkermord in der Zentralafrikanischen Republik. Die jüngste Gewalt sei ein frühes Alarmzeichen, sagte UNO-Nothilfekoordinator O'Brien nach einer Reise in die Region. Angesichts der humanitären Notlage rief er dazu auf, die UNO-Mission vor Ort personell aufzustocken. Vor zwei Wochen war bei einem Angriff auf einen Militärkonvoi ein marokkanischer Blauhelmsoldat getötet worden. In der Zentralafrikanischen Republik hatten 2013 nach dem Sturz des Präsidenten überwiegend muslimische Rebellen die Macht übernommen.

Italien ruft wegen extremer Trockenheit in zwei weiteren Regionen den Notstand aus. In Latium und Umbrien hat der Katastrophenschutz nun Sonderbefugnisse. Die Bewohner der Städte und Gemeinden dürfen nicht mehr uneingeschränkt Wasser verbrauchen. Als großes Problem gilt in Italien neben der Dürre auch das marode Wassernetz - in der Hauptstadt Rom gehen schätzungsweise 40 Prozent des Trinkwassers verloren.

Die Regionalvertretung der SWAPO in der Region Omaheke muss ihren Kongress wiederholen. Das habe das Politbüro nach einer Untersuchung angeordnet, berichtet der Namibian. Demnach wurden die Beschlüsse des jüngsten Kongresses für null und nichtig erklärt, weil es im Vorfeld konkurrierende Distriktversammlungen gegeben habe. Bei der Regionalkonferenz musste die Polizei für Ordnung sorgen. Hintergrund sind offenbar Spannungen zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Hage Geingob. Auf dem bevorstehenden SWAPO-Kongress entscheidet sich, ob Geingob zum Parteichef gewählt wird und dadurch mit einer weiteren Amtszeit als Präsident rechnen darf.

In Windhoek hat es gestern früh ein leichtes Erdbeben gegeben. Wie das Geologische Landesamt am Abend bekanntgab, ereignete sich das Beben um 2.45 Uhr. Es habe eine Stärke von 2,3 auf der Richterskala gehabt. Demnach lag das Epizentrum etwa 10 Kilometer südwestlich von Windhoek und rund 15 Kilometer unter der Erdoberfläche. - Im Zentrum Namibias gibt es immer wieder einmal leichte Beben. Das bisher letzte ereignete sich Ende April bei Karibib und hatte eine Stärke von 3,4.

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