Montag 22. Oktober 2018

8. August 2018 - Nachrichten am Abend

Simbabwes Oppositionsparteien-Allianz MDC will Verfassungsbeschwerde gegen die vergangene Wahl einlegen. Dies bestätigte der Rechtsanwalt der MDC am Mittag. Man könne die Ergebnisse der Wahlkommission ZEC nicht bestätigten. Dies begründe sich auch auf den Beobachterberichten internationaler unabhängiger Organisationen wie der Europäischen Union. Die Beschwerde müsse bis Freitag eingereicht werden. Das Verfassungsgericht habe dann weitere 14 Tage Zeit eine Entscheidung zu fällen. Die Amtseinführung von Staatspräsident Emmerson Mnangagwa dürfte sich deshalb verzögern. Er hatte die Wahl denkbar knapp mit 50,8 Prozent der Stimmen gewonnen.

Am Samstag wollen bis zu 5000 OvaHerero der „Schlacht von Waterberg“ bei Ohamakari gedenken. Diese brach zwischen Kriegern der Ovaherero und Nama und der Deutschen Schutztruppe am 11. August 1904 aus. Es gilt als Auftakt des, derzeit zwischen Namibia und Deutschland bilateral behandelten, Völkermordes. Dem Schlachtbeginn soll am 2. Oktober 1904 der sogenannte „Vernichtungsbefehl“ von General Lothar von Trotha gefolgt sein. Die Gedenkveranstaltung findet in Okakarara, dem Zentrum der Ovaherero statt. Hauptredner wird Oberchief Vekuii Rukoro sein. Das zuständige Regionalratsmitglied von Okakarara rief indessen die Regierung erneut auf den 11. August zu einem Nationalen Feiertag erklären zu lassen.

Der deutsche Entwicklungsminister Müller fordert mehr Engagement deutscher Unternehmen in Afrika. Wie er der Zeitung Welt sagte, könnte damit auch der Zuwanderungsdruck gesenkt werden. Afrikas Jugend werde sich nicht auf die Flucht begeben, wenn es in der Heimat Arbeit und Perspektiven gäbe, so Müller.

Die Demokratische Republik Kongo startet heute eine Impfkampagne gegen Ebola. Behörden zufolge werden zunächst Mitarbeiter im Gesundheitswesen und Menschen geimpft, die mit Ebola-Infizierten in Kontakt standen. Bisher gibt es 22 Todesfälle durch den bereits zehnten Ebola-Ausbruch im Kongo.

Der Iran hat Verhandlungen mit den USA eine Absage erteilt. Nach dem einseitigen Ausstieg Washingtons aus dem internationalen Atomabkommen fehle das Vertrauen, erklärte Irans Außenminister Sarif nach der Verhängung neuer US-Sanktionen gegen den Iran. US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche überraschend ein Treffen mit der iranischen Führung vorgeschlagen. Anfang der Woche bekräftigte er das Angebot, über ein neues "umfassenderes" Atomabkommen zu sprechen, das auch Irans Regionalpolitik und sein Raketenprogramm umfassen soll.


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