Montag 22. Oktober 2018

8. August 2018 - Nachrichten am Morgen

Der ehemalige amtierende Geschäftsführer von TransNamib, Hippy Tjivikua, ist wohl an einer Betrugsmasche in Millionenhöhe beteiligt gewesen. Das habe der Anwalt festgestellt, den der Staatskonzern beauftragt hatte, das Disziplinarverfahren gegen Tjivikua vorzubereiten, berichtet der Namibian. Demnach hatte er zwei Aufträge im Volumen von 24 Millionen Namibia Dollar abgesegnet, für die man nicht mehr als drei Millionen Dollar hätte zahlen müssen. Der Auftragnehmer habe zudem Subunternehmen mit den Arbeiten beauftragt und offenbar Millionenbeträge eingestrichen. Tjivikua war von 2014 bis Mai 2017 amtierender Geschäftsführer von TransNamib und ist zurzeit Manager für strategische Führung.

Der Fleischkonzern Meatco will sich wieder stärker auf das Interesse der Farmer ausrichten. Das hätten Geschäftsführer Jannie Breytenbach und Einkaufsleiter Heiner Böhme in einem Hintergrundgespräch erklärt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Der Aufsichtsrat habe einem Vier-Punkte-Plan zugestimmt, mit dem das Vertrauen der Fleischproduzenten zurückgewonnen werden solle. Der Zugang zum Schlachthof werde vereinfacht und die Quotenregelung nicht mehr so strikt angewendet. Farmer hatten laut AZ auf der Jahresversammlung Ende Juni eine Wende innerhalb von sechs Monaten gefordert. Ihnen zufolge hat Meatco zu hohe Ausgaben und zahlt zu wenig an die Farmer aus. Auch hatte die Ernennung des vorigen Meatco-Aufsichtsrates durch das Ministerium für Misstrauen und Proteste gesorgt.

Miss Namibia Selma Kamanya will sich für Naturschutz und insbesondere den Schutz von Nashörnern einsetzen. Das habe die 21-Jährige gemeinsam mit Umweltminister Pohamba Shifeta gestern auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Auch wolle sie sich gegen Umweltverschmutzung und Plastikmüll wenden, sagte die junge Studentin. Shifeta gratulierte Kamanya zu ihrer Wahl als schönste Frau des Landes und dankte ihr dafür, als Botschafterin seines Ministeriums aufzutreten. Selma Kamanya war im Juli zur Miss Namibia gekrönt worden.

Windhoek und Gaborone wollen die Lebensbedingungen in den informellen Siedlungen beider Hauptstädte mit vereinten Kräften verbessern. Das sieht laut Presseagentur NAMPA die Kooperationsvereinbarung vor, die die Bürgermeister Muesee Kazapua und Kagiso Thutlwe gestern unterzeichnet haben. Thutlwe erklärte, er werde in Gaborone für ein ähnliches System der Müllentsorgung wie in Windhoek werben und sich auch für eine Stadtpolizei stark machen. Die Vereinbarung sieht vor, in Feldern wie städtischer Infrastruktur, Sicherheit, Entwicklung und Tourismus zusammenzuarbeiten.

In Argentinien stimmt nach dem Senat heute die Abgeordnetenkammer über einen Gesetzentwurf zur Legalisierung von Abtreibungen ab. Der Entwurf, der eine Abtreibung während der ersten 14 Tage der Schwangerschaft erlaubt, wurde Mitte Juni mit einer knappen Mehrheit im Unterhaus abgesegnet. Zurzeit sieht es aber so aus, als würde das Oberhaus unter dem Druck der katholischen Kirche einknicken. Papst Franziskus hatte zuvor einen Brief an die Bischöfe in seiner Heimat geschickt - sie sollten 'Leben und Gerechtigkeit' verteidigen.

Knapp zwei Monate nach der Präsidentschaftswahl in Kolumbien ist Ivan Duque als neuer Präsident ins Amt eingeführt worden. Beobachter fürchten jetzt um das Friedensabkommen, mit dem der ausscheidende Präsident Santos den jahrzehntelangen Guerilla-Krieg mit den Farc-Rebellen beendet hatte. Der 42-jährige neue Präsident will "Korrekturen" durchsetzen. Der rechtgerichtete Duque findet, dass die linken Farc-Rebellen in dem Abkommen zu milde davongekommen sind.


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