Sonntag 25. Februar 2018

8. Februar 2018 - Nachrichten am Morgen

Der Staat muss sich zu einem aktiven und professionellen Teilhaber von Staatsbetrieben wandeln. Das habe der Minister für Staatsbetriebe, Leon Jooste, gestern auf einer Veranstaltung der Wirtschafts-Vereinigung EAN gefordert, berichtet die Allgemeine Zeitung. So müsse man die Rechenschaftspflicht verbessern sowie etwas gegen den häufigen Wechsel von Geschäftsführern und oft nicht ausreichend qualifizierte Aufsichtsratsmitglieder unternehmen. Die Reform der Staatsbetriebe komme aufgrund rechtlicher Hürden nur langsam voran. Dies solle sich in diesem Jahr durch ein neues Gesetz ändern. Jooste zufolge gibt es 71 Staatsbetriebe. Im Finanzjahr 2016/17 hätten sie einen Gesamtverlust von einer Milliarde Namibia Dollar gemacht.

Auf dem Gelände der ehemaligen Oropoko Lodge nordwestlich von Okahandja sollen künftig Soldaten ausgebildet werden. Laut Namibian hat das Verteidigungsministerium die 11.000 Hektar große Farm für 45 Millionen Namibia Dollar gekauft. Soldaten sollten dort das Schießen trainieren und lernen, in Einklang mit der Natur und dem Wild zu leben. Oropoko gehörte dem deutschen Reise-Unternehmer Kurt Steinhausen, der dort 1993 eine Lodge errichtete und 2003 einen hochmodernen Schießstand eröffnete. Im Juni 2013 wurde der Lodgebetrieb eingestellt.

Das Justizsystem Namibias kämpft weiterhin mit einem Rückstau Tausender Gerichtsverfahren. Das habe Oberrichter Peter Shivute zur Eröffnung des juristischen Jahres gestern am Obersten Gericht in Windhoek erklärt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Von den fast 38.500 Fällen, die von Januar bis September vergangenen Jahres in den Magistratsgerichten behandelt wurden, sei nur knapp die Hälfte abgeschlossen worden. Als Gründe nannte er einen Mangel an Gerichtssälen, Justizbeamten und Aufnahmegeräten. Um das Obergericht zu entlasten, so Shivute, sollen Scheidungsfälle künftig mehr an Regionalgerichte verwiesen werden. Zudem wird in Windhoek ein Sondergericht gegründet, das ausschließlich für Verkehrsdelikte zuständig ist.

Das erfolgreiche Ende der deutschen Koalitionsverhandlungen wird in Brüssel begrüßt.EU-Kommissionpräsident Juncker lobte vor allem das Europa-Kapitel. Es sei besonders positiv, dass die neue Regierung bereit sei, mehr in den EU-Haushalt einzuzahlen. Auch EU-Wirtschafts-Kommissar Moscovici erklärte über Twitter, die Einigung sei eine gute Nachricht für Europa. Dadurch sei es nun möglich, Entscheidungen über die Eurozone zu treffen. Positiv auch die Reaktionen aus Frankreich - man brauche einen verlässlichen Partner, um geplante Reformen der EU umzusetzen, so ein Sprecher des Elysee-Palasts.

In diesem Jahr werden in Deutschland rund 600.000 neue Jobs entstehen. Davon geht der Deutsche Industrie und Handelskammer-Tag aus. Hauptgeschäftsführer Wansleben sagte, die Wirtschaft laufe auf Hochtouren - Gründe seien der steigende Konsum - und das Export-Plus. Der DIHK geht von einem Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 2,7 Prozent aus - und ist damit optimistischer als die Bundesregierung.

Das Trinkwasser in Windhoek ist für jeden unbedenklich zu genießen und keineswegs mit Krankheitserregern verseucht. Das habe die Stadtverwaltung gestern in einer Pressemitteilung betont, meldet die Nachrichtenagentur NAMPA. Sie reagierte damit auf eine Meldung über eine Verseuchung des Wassers mit Erregern von Cholera und Hepatitis, die auf sozialen Medien die Runde machte. Solche Falschmeldungen seien unverantwortlich und könnten unter Einwohnern eine Panik auslösen. Wer Informationen über den Autor der Meldung hat, so die Stadtverwaltung, solle sich an die City Police wenden.

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