Freitag 21. September 2018

9. April 2018 - Nachrichten am Abend

Ein 22-jähriger Farmarbeiter aus dem Gebiet um Aroab ist wegen Mordes zu einer relativ milden Haftstrafe verurteilt worden. Er muss für effektive 14 Jahre ins Gefängnis, wie das Obergericht in Windhoek heute erklärte. Das Strafmaß laute 20 Jahre wegen Mordes, wobei sechs Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden. Der Mann hatte vor knapp vier Jahren seine damals 19-jährige Lebensgefährtin getötet. Er hatte stets behauptet, dass sich seine Freundin selber erhängt habe. – Die Anklage hatte eine lebenslange Haftstrafe oder mindestens 30 Jahre gefordert. Die Verteidigung bat aufgrund des Alters des Mörders zur Tatzeit um weniger als 20 Jahre.

Mit Spannung wird die Entscheidung des Obergerichts in Windhoek erwartet, ob es überhaupt für die Anklage im sogenannten „Caprivi-Hochverratsprozesses“ verantwortlich ist. Sieben Angeklagte stellen die Zuständigkeit des Gerichts in Frage. Sie sehen sich als Caprivianer und nicht Namibier und könnten deshalb von einem fremden Gericht nicht angeklagt werden. Den Männern, sowie zahlreiche bereits verstorbenen und verurteilten Personen, wird der Kampf um die Unabhängigkeit der heutigen Region Sambesi im Jahr 1999 vorgeworfen. Sie müssen sich wegen Hochverrats verantworten. Ein erster vergleichbarer Antrag wurde bereits vor mehr als einem Jahr vom Verfassungsgericht abgelehnt. In einem Fall war der Einspruch zugelassen worden.

Der Wahlsieg von Ungarns Regierungschef Orban ist in Europa auf ein geteiltes Echo gestoßen. Aus Berlin und Brüssel kamen obligatorische Glückwünsche - verbunden mit mahnenden Worten: EU-Kommissionschef Juncker betonte, die EU sei eine Union der Demokratie und der Werte - und diese Prinzipien müssten alle Mitgliedstaaten verteidigen. Bei Rechtspopulisten löste Orbans Erfolg Begeisterung aus. Seine Fidesz-Partei war bei der Parlamentswahl erneut stärkste Kraft geworden.

Die Mitarbeiter der Deutschen Bank muss sich auf harte Einschnitte einstellen. Das hat der neue Vorstandschef Sewing in einem Brief angekündigt. Die Ban müsse ihre Jägermentalität zurückgewinnen - und wieder rentabler werden. Sewing hat die Nachfolge von John Cryan angetreten. Der Brite war wegen anhaltender Verluste in die Kritik geraten.


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