Freitag 20. Juli 2018

9. April 2018 - Nachrichten am Morgen

Fischereiminister Bernhard Esau sichert dem Staatsbetrieb Fishcor den größten Anteil an den Fangquoten - trotz mehrfacher Berichte der Misswirtschaft. Für die kommenden 15 Jahre erhalte Fishcor eine Quote von 16 Prozent der gesamten Fangmenge, berichtet der Namibian. Dies entspreche Experten zufolge einem Wert von mehr als 1,8 Millionen Namibia Dollar. Fishcor sei wiederholt wegen angeblicher Misswirtschaft und Missbrauches politischer Kontakte in den Schlagzeilen gewesen. Esau habe Quoten für private Unternehmen gekürzt, die daraufhin Schließungen angekündigt hätten. Laut Bericht begünstigt er zudem eine neue Firma, die zu 60 Prozent im Besitz eines Unternehmens aus Angola ist und an der Fishcor nur als Minderheitspartner beteiligt ist.

Die Regierung gibt zu viel für Personal und für die Verteidigung aus. Das kritisierte die Finanzberatungsfirma Cirrus Capital laut Allgemeiner Zeitung in einer Analyse des Haushalts, die sie im Auftrag des Politikforschungsinstituts IPPR erstellt hat. Beim Anteil der Personalkosten am Gesamthaushalt nehme Namibia im weltweiten Vergleich Platz Fünf ein, bei den Ausgaben fürs Militär im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt Platz Zwölf. Finanzminister Calle Schlettwein räumte bei Vorstellung der Analyse ein, dass der Anteil der Personalkosten von 50 Prozent am Gesamtetat nicht nachhaltig sei. Als langfristige Lösung sei geplant, Stellen einzufrieren und Gehaltserhöhungen an die Inflationsrate zu koppeln.

Innerhalb der Dünen-Namib wird die Regierung keinen Abbau von Bodenschätzen erlauben. Das betonte Umweltminister Pohamba Shifeta laut Presseagentur NAMPA am Freitag bei Sesriem nahe dem Sossusvlei. Anlass war die offizielle Vorstellung des Sandmeeres der Namib als Stätte des Welterbes. Pohamba zufolge wurden die beiden bestehenden Lizenzen zum Prospektieren in dem Gebiet nicht erneuert, nachdem die UNESCO die Dünen-Namib im Juni 2013 zum Welterbe erklärt und damit den Schutz des Gebietes vorgeschrieben hatte. In Namibia gibt es zwei Stätten des Welterbes. 2007 war Twyfelfontein wegen seiner Felsgravuren auf die Liste der UNESCO gesetzt worden.

Der neue Präsident von Botswana, Mokgweetsi Masisi, kommt heute zu seinem Antrittsbesuch nach Namibia. Laut Presseagentur Nampa wird er von Präsident Hage Geingob empfangen. Masisi war am Sonntag vor acht Tagen als fünfter Präsident Botswanas vereidigt worden. Das Amt ging automatisch an ihn als Vize-Präsident über. Sein Vorgänger Ian Khama war zurückgetreten, weil die per Verfassung auf zwei Amtsperioden begrenzte Zeit abgelaufen war.

Ein Militär-Flughafen in Syrien ist nach Angaben von Staats-Medien in der Nacht angegriffen worden. Es habe Tote und Verletzte gegeben. Die USA weisen Vorwurfe zurück, sie steckten dahinter. US-Präsident Trump hatte gestern die Regierung in Damaskus für einen mutmaßlichen Chemie-Waffen-Einsatz in der Rebellenhochburg Duma verantwortlich gemacht und mit Konsequenzen gedroht.

In Frankreich kann es heute wieder zu zahlreichen Zugausfällen kommen. Bei der staatlichen Bahngesellschaft sind die Beschäftigten erneut zum Streik aufgerufen worden. Der Ausstand richtet sich gegen die geplante Reform von Staatspräsident Macron. Sie sieht unter anderem vor, den beamtenähnlichen Status der Bahnbeschäftigten aufzuheben.

 

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