Montag 18. Dezember 2017

9. August 2017 - Nachrichten am Mittag

Einen Tag nach dem gescheiterten Misstrauensvotum gegen Südafrikas Präsidenten Jacob Zuma, arbeiten die Parteien das Ergebnis auf. Experten gehen davon aus, dass 40 Abgeordnete des regierenden ANC das Misstrauensvotum der Opposition unterstützt haben. Hochrangige Politiker des ANC sprechen davon, dass die Abgeordneten der Regierungspartei einmal mehr für Misswirtschaft und Korruption gewählt haben. Andere ANC-Anhänger sehen hingegen einen weiterhin deutlichen Rückhalt für Zuma. – Es war bereits das achte Misstrauensvotum gegen Zuma binnen acht Jahre. Erstmals wurde jedoch geheim abgestimmt. Zuma wird seit Jahren Korruption und Vetternwirtschaft vorgeworfen.

Nach einer offenbar gezielten Attacke gegen Soldaten in einem Vorort von Paris fahndet die französische Polizei nach einem Autofahrer. Der Mann war mit seinem Wagen in eine Gruppe gerast. Sechs Soldaten wurden verletzt. Sie gehören zu einer Anti-Terror-Einheit, die nach den Anschlägen 2015 gegründet wurde. In Frankreich hatten sich zuletzt auch Angriffe auf Sicherheitskräfte gehäuft.

Im Rahmen einer zweitägigen Afrikareise ist der deutsche Außenminister Gabriel in Uganda eingetroffen. Er will dort ein Aufnahmelager für Flüchtlinge aus dem Südsudan besuchen. Rund 50.000 Migranten leben im Moment in dem Camp. Trotz großer eigener Probleme hat das ostafrikanische Land schon mehr als eine Million Flüchtlinge aufgenommen. Bei einem Treffen mit Präsident Museveni will Gabriel auch die Menschenrechte und die Pressefreiheit ansprechen. Morgen wird er im Südsudan erwartet.

Die 2013 gegründete private “Welwitschia-Universität” steht weiter ohne eigenen Campus in Windhoek dar. Der Antrag auf Bauland genieße höchste Priorität, wie Bürgermeister Muesee Kazapua unterstrich. Die Welwitchia University habe sich vor allem der tertiären Ausbildung im Gesundheitssektor verschrieben. Da dieses ein wichtiger Beitrag zur Armutsbekämpfung in Namibia sei, müsse der Aufbau eines Campus der Uni unbedingt unbürokratisch ermöglicht werden. Derzeit nutze die WU eine Halle im Lafrenz-Industriegebiet, hieß es. Die Uni gab indessen bekannt, dass man nun den Hauptcampus in Kombat errichten wolle.

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