Montag 10. Dezember 2018

9. August 2018 - Nachrichten am Morgen

Der Studenten-Hilfsfonds NSFAF wird ab sofort die zugesagte Auszahlung von Kostenrückerstattungen an Studenten stoppen. Das habe die Ministerin für höhere Bildung, Itah Kandjii-Murangi, gestern erklärt, berichtet der Namibian. Der Fonds habe nicht genügend Gelder. Nun müssten die Eltern einspringen. Die Studiengebühren der begünstigten Studenten werde der NSFAF weiterhin zahlen, so die Ministerin. Laut Namibian hat der Hilfsfonds von der Regierung offenbar statt der 1,4 Milliarden Namibia Dollar für dieses Finanzjahr nur 670 Millionen Dollar erhalten. Zudem muss er wegen massiver Mängel in der Verwaltung wohl einen Großteil der ausstehenden Rückzahlungen von Studenten-Darlehen in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar abschreiben. Rund 200 Studenten protestierten gestern vor dem Gebäude des Ministeriums für höhere Bildung in Windhoek.

Die Supermarkt-Kette Shoprite Namibia gibt im Konflikt mit 93 Mitarbeitern, die sich vor drei Jahren an einem Streik beteiligt hatten, weiter nach. Man sei bereit, auch die Disziplinarverfahren gegen die Mitarbeiter einzustellen, teilte die Unternehmensleitung laut Namibian gestern in einem Schreiben an den Gewerkschafts-Dachverband NUNW mit. Allerdings müssten die Betroffenen eine letzte Abmahnung unterzeichnen. Zuvor hatte Shoprite nach öffentlichen Protesten und auf Druck der Regierung eine Schadenersatz-Klage gegen die 93 Mitarbeiter zurückgezogen. Das Unternehmen hatte 4,5 Millionen Namibia Dollar Schadenersatz gefordert - wegen entgangener Einnahmen und der Einstellung von Ersatzpersonal während des Streiks sowie der Kosten für die Disziplinarverfahren.

In Swakopmund ist das neue Parkplatz-System eine Woche nach dem Start wieder abgeschafft worden. Das habe die Sprecherin der Stadtverwaltung, Ailie Gebhardt, gestern bestätigt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Die Geschäfte in der Stadtmitte hätten sich beschwert, dass Kunden ausbleiben. Der Stadtrat entschuldige sich bei der Öffentlichkeit. Das in Südafrika übliche Verfahren, Parkplatzgebühren durch Beamte mit mobilen Geräten zu kassieren, war vor einem Jahr vom Stadtrat gutgeheißen und am 1. August eingeführt worden. Viele Swakopmunder waren laut AZ zum Einkaufen auf das Platz-am-Meer-Zentrum ausgewichen, wo das Parken kostenlos ist.

Mitarbeiter der Namibia Qualifications Authority NQA fordern mehr Gehalt und drohen mit dem Gang vors Arbeitsgericht. Laut Presseagentur NAMPA nutzten die Angestellten gestern die Mittagspause zu einem Protest und übergaben der Geschäftsführung eine Petition. Demnach verlangen sie vor allem eine Anhebung ihrer Gehälter und Wohnungszulagen. Der Prozentsatz der geforderten Erhöhung wird in der Meldung nicht genannt. Außerdem wollen die Mitarbeiter, dass der Krankenurlaub von 36 auf 60 Tage im Jahr verlängert wird. Sollte die Geschäftsleitung der NQA nicht innerhalb von zwei Wochen antworten, wollen die Mitarbeiter das Arbeitsgericht anrufen.

Wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Doppelagenten Skripal verhängen die USA weitere Sanktionen gegen Russland. Das US Außenministerium teilte mit, es sei zu dem Schluss gekommen, dass Russland tödliche chemische Waffen eingesetzt hat. Die neuen Stafmaßnahmen sollen in zwei Wochen in in Kraft treten - nach einem US Gesetz zum Verbot chemischer Waffen würden die Sanktionen zunächst auf US-Technologie Exporte abzielen. In einem weiteren Schritt könnten auch diplomatischen Beziehungen ausgesetzt werden.

Das Verfassungsgericht in Mali hat grünes Licht für die Präsidenten-Stichwahl gegeben. Beschwerden der Opposition gegen das Wahlergebnis der ersten Runde hat das Gericht abgewiesen. Am Sonntag entscheiden die Wahlberechtigten zwischen Amtsinhaber Keita und Oppositionsführer Cissé. Keita kam in Runde eins auf knapp 47 Prozent - Herausforderer Cissé auf knapp 18 Prozent. Die internationale Staatengemeinschaft erhofft sich von der Wahl neue Impulse für den Friedensprozess in dem westafrikanischen Land.


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