Mittwoch 22. November 2017

9. November 2017 - Nachrichten am Abend

Die Gewerkschaft der Gesundheitsmitarbeiter in Südafrika droht mit dem Rückzug aller Krankenwagen und der Einstellung aller Erste-Hilfe-Dienste im Land. Hintergrund ist ein Angriff auf einen Krankenwagen. Dieser wurde auf der Autobahn N2 in Kapstadt während des Einsatzes von drei Männern attackiert und ausgeraubt. Die Gewerkschaft verlange umgehend vom Gesundheitsministerium und anderen staatlichen Stellen eine Garantie, dass solche Vorfälle nie wieder vorkommen. Es können nicht sein, dass Notärzte und Sanitäter während des Einsatzes um ihr eigenes Leben bangen müssen. Ähnliche Fälle seien auch aus anderen Provinzen bekannt. Alleine im Westkap gab es im vergangenen Jahr mindestens 100 Angriffe auf Notfallteams, hieß es.

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und politischen Krise in Simbabwe, sorgt Langzeitpräsident Robert Mugabe für weitere Aufregung. Er wohnte heute der, von ihm empfohlenen, Umbenennung des Internationalen Flughafens in „RG Mugabe International Airport“ bei. Wie bereits zahleiche Einrichtungen, Straßen und Plätze im Land trägt ab sofort damit auch der wichtigste Flughafen des Landes den Namen von Robert Mugabe. – Indessen erhält Mugabe Rückendeckung von der regierenden ZANU-PF. Die Entlassung von Vizepräsident Emmerson Mnangagwa sei mit der vollen Unterstützung der Parteiführung geschehen, hieß es.

Festnahme nach 24 Jahren: Bundespolizisten haben heute am Flughafen Frankfurt am Main einen Inder gefasst, der 1993 in Großbritannien einen Menschen erstochen haben soll. Die Justiz dort hatte im April 2017 einen europäischen Haftbefehl für ihn ausgestellt, weil er unter anderem in Frankreich vermutet wurde. Den Angaben zufolge wurde der 51-Jährige bei der Ankunft eines Flugs aus der indischen Hauptstadt Neu-Delhi festgenommen. Er warte nun im Gefängnis auf seine Auslieferung nach Großbritannien. Dort droht ihm im Fall einer Verurteilung lebenslange Haft.

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