Mittwoch 22. November 2017

9. November 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Millionen-Honorare für Anwälte wegen der Beratung zu einer möglichen Völkermords-Klage gegen Deutschland werden überprüft. Das habe Finanzminister Calle Schlettwein gestern im Parlament erklärt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Es seien rund 35,4 Millionen Namibia Dollar an Anwälte in London gezahlt worden, die ein Rechtsgutachten zum Anspruch Namibias auf Reparationen erstellt hatten. Da dies überzogen erscheine und die Rechnungen Ungereimtheiten aufgewiesen hätten, werde alles nochmal überprüft. Die Anti-Korruptions-Kommission ACC hatte ihre Untersuchung eingestellt, weil sich angeblich keine Hinweise auf Fehlverhalten finden ließen. Schlettwein stellte klar, dass die Ausgaben im Haushalt des Generalstaatanwaltes nicht vorgesehen waren. Man habe die Rechnungen zunächst einmal bezahlt, um weiteren Schaden zu vermeiden. Die Anwälte hatten mit einer Klage gedroht.

Syrische Truppen sind offenbar auch in die letzte von der Terrormiliz IS kontrollierte Stadt vorgerückt. Das berichtet eine syrische Nachrichtenagentur. Demnach hat die Armee die Abwehr des IS in der Stadt Abu Kamal nahe der Grenze zum Irak durchbrochen - in der Stadt toben heftige Kämpfe, wie es heißt.

Im Staatshospital in Keetmanshoop werden Patienten vom Personal von Stockwerk zu Stockwerk getragen, weil die Aufzüge defekt sind. Laut Namibian fielen die Lifts bereits vor zwei Wochen aus, sollen aber erst im kommenden Monat repariert werden. Mitarbeiter hätten gestern gegen das Tragen von Patienten, medizinischer Ausrüstung und Essen protestiert. Ein Angestellter habe sich verletzt, nachdem er ausgerutscht und die Treppe hinuntergefallen war. Mit der Leitung des Hospitals wurde laut Bericht vereinbart, dass ab sofort nur noch männliche Mitarbeiter zum Tragen des Essens eingesetzt werden sollen.

Die Vereinten Nationen warnen vor einer verheerenden Hungersnot im Jemen. Nach einer Beratung des UN-Sicherheitsrates sprach Nothilfekoordinator Lowcock von der größten Hungersnot, die die Welt seit Jahrzehnten erlebt hat. Hintergrund ist eine saudi-arabische Blockade der Flughäfen und Häfen, um iranische Waffenlieferungen an die Huthi-Rebellen im Land zu verhindern. Die Häfen müssten aber offenbleiben, um Hilfslieferungen in das Krisenland zu bringen.

Die Otjiwarongo Secondary School OSS ist in das deutsche PASCH-Programm aufgenommen worden. Wie die deutsche Botschaft und das Goethe-Institut Namibia mitteilten, wurde am Dienstag ein entsprechendes Kooperations-Abkommen unterzeichnet. Demnach wurden an der OSS für 400.000 Namibia Dollar zwei Klassenzimmer renoviert. Außerdem erhielt sie ein Smartboard für den Deutschunterricht. Mit der OSS gibt es in Namibia nun sieben Schulen, die am Programm "Schulen: Partner der Zukunft" teilnehmen. Die PASCH-Initiative war 2008 vom damaligen deutschen Außenminister und jetzigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier gegründet worden. Weltweit sollen junge Menschen die deutsche Kultur kennenlernen und damit als Partner für die Zukunft gewonnen werden.

Die Wilden Pferde der Namib erhalten bei ihrem Kampf ums Überleben auch Unterstützung aus Deutschland. Wie die Deutsch-Namibische Gesellschaft DNG mitteilte, gewann ihre Initiative beim Wettbewerb der ING DiBa Bank für Hilfsprojekte einen Betrag von 1.000 Euro. Zugleich rief die DNG ihre Mitglieder zu weiteren Spenden auf. Die Wilden Pferde im Namib Naukluft Park bei Aus sind aufgrund einer mehrjährigen Dürre in dem Gebiet vom Aussterben bedroht. Letzten Angaben zufolge besteht die Population nur noch aus 40 Stuten und 70 Hengsten. Seit mehr als einem Jahr wird Luzerne zugefüttert. Für Hyänen, die in der Gegend leben, werden Tierkadaver ausgelegt, um sie von der Jagd auf die geschwächten Pferde abzuhalten. Zudem gibt es Pläne, die Pferde auf nahegelegenes Farmgebiet umzusiedeln und dort zu erhalten.

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