Montag 23. Oktober 2017

9. Oktober 2017 - Nachrichten am Morgen

Staatspräsident Hage Geingob bekommt beim anstehenden SWAPO-Kongress Konkurrenz. Der ehemalige Premierminister Nahas Angula wird ebenfalls um die Parteipräsidentschaft antreten, berichtet der „Namibian“. Als Begründung habe Angula in einem Telefongespräch mit Geingob angegeben, dass Geingob die Tradition der SWAPO umgehe. Man habe stets nach Seniorität die höchsten Posten der Partei weitergegeben. Angula akzeptiere die Entscheidung Geingobs unter anderem Außen- und Vizepremierministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah für die Vizepräsidentschaft vorzuschlagen, würde diese jedoch nicht unterstützen. Angula hatte erwartet als Kandidat für die Vizeparteipräsidentschaft vorgeschlagen zu werden.

Bei der angeblich zum 1. September eingeführten pflichtmäßigen Kraftfahrzeugversicherung für ausländische Fahrzeuge handelt es sich um einen Betrug. Reisende hatten berichtet, dass eine solche Versicherung pauschal 220 Namibia Dollar für 30 Tage koste. Die Versicherung sei bei Überfahrt an den Grenzposten zu bezahlen, hieß es. In Sozialen Medien ist hingegen von einer Betrugsmasche die Rede, in der Offizielle an den Grenzübergängen Ngoma und Wenela sowie ein Unternehmen mit dem Namen „O.K.M. Brokerage“ involviert sein sollen. Das ist Unternehmen ist laut der „Business and Intellectual Property Authority“ nicht einmal in Namibia registriert.

Das “Landless People’s Movement” LPM will eine politische Partei werden. Dies ließ das Gründungsmitglied und ehemalige Vizeminister für Landreform, Bernardus Swartbooi, durchblicken. Er stellte eine Teilnahme der LPM an den Wahlen 2019 in Aussicht. Es müsse ein Gegengewicht zur regierenden SWAPO geben, die die Menschen seit 27 Jahren enttäusche. Die bisherigen Oppositionsparteien seien weitestgehend machtlos, hieß es. – Swartbooi war vor einigen Monaten aus der SWAPO ausgetreten und hatte seine eigene Bewegung zur Landreform ins Leben gerufen.

Der Katalonien-Konflikt droht weiter zu eskalieren. Die Regionalregierung in Barcelona droht damit schon morgen die Unabhängigkeit von Spanien zu verkünden. Aus Madrid heißt es dagegen, dass man das mit allen Mitteln verhindern werde. Denkbar wäre etwa die Absetzung der katalanischen Regionalregierung, was die Situation nicht gerade entspannen dürfte. Gestern hatten Hunderttausende in Barcelona für die Einheit Spaniens demonstriert.

Die bei Recherchen in einem Gefängnis in Venezuela festgenommenen Journalisten sind wieder frei. Die drei Reporter waren am Freitag festgenommen worden, nachdem sie mit einem Kamerateam die Haftanstalt von Tocorón im Bundesstaat Aragua betreten hatten. Die Zustände in Venezuelas Gefängnissen werden immer wieder kritisiert. Die Haftanstalten des lateinamerikanischen Landes sind überfüllt, außerdem wird über Mangelernährung geklagt.

Die Zahl der toten Flusspferde im Nordosten Namibias ist seit vergangener Woche um mehr als 100 Prozent angestiegen. Der „Namibian“ berichtet, dass bereits mindestens 109 tote Flusspferde gefunden wurden. Experten gehen von einem Tod durch eine Krankheit aus. Milzbrand scheint hierbei am wahrscheinlichsten zu sein, hieß es. – Der Bestand der Flusspferde auf Namibia wurde vor der Todeswelle auf mindestens 1300 geschätzt.

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