2021

10. Juni 2021 – Nachrichten am Morgen

todayJuni 10, 2021

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Die Traditionelle Behörde der Ovaherero will vor die Vereinten Nationen ziehen um gegen Deutschland vorzugehen. Dies berichtet der Namibian. Demnach sei Deutschland ein „Kriegsverbrecher“, solange es nicht in direkte Völkermordsverhandlungen mit den legitimen Vertretern der damaligen Opfer eintrete. Rechtlich waren mehrere Klageversuche einer Herero-Fraktion gegen Deutschland bei Gerichten in den USA gescheitert. Deshalb werde man nun auf diplomatisch auf allen Fronten vorgehen, so Ovaherero-Vertreter Vekuii Rukoro. Anders als Rukuro haben sich andere Hererovertreter geäußert. Sie wollen das nun zur Unterschrift bereitstehende Abkommen zwischen Deutschland und Namibia mittragen.

Es gibt keine generelle Ablehnung zum Einsatz des veterinärmedizinischen Präparats Ivermectin bei COVID19-Erkrankungen. Laut Allgemeiner Zeitung hat die Arzneimittelregulierungsbehörde NMRC schlichtweg bisher keinen formellen Antrag auf Zulassung erhalten. Man könne also nicht offiziell bisher auf die Petition zahlreicher Ärzte zum Einsatz des Medikaments reagieren. Diese bemängelten, dass Ivermectin derzeit in privatem Rahmen, ohne ärztliche Aufsicht zum Einsatz komme, was ein unnötiges Risiko darstelle.  Aktuelle Studien nach sinke die Sterblichkeitsrate durch den Einsatz um bis zu 81 Prozent. Die WHO und europäische sowie US-amerikanische Arzneimittelbehörden lehnen den Einsatz ab.

Die öffentlichen Konsultationen zur Einführung eines landesweiten Mindestlohns gehen gut voran. Dies teilte der Vorsitzende der Gehaltskommission, Marius Kudumo, mit. Zuletzt habe man in Rundu ein Treffen abgehalten. Es gehe der Kommission darum alle möglichen Industrien und Personen in den Prozess mit einzubeziehen. Besonders wichtig sei es bisheriges Arbeitsverhalten, Abrechnungswege und Überstundenbezahlung zu verstehen. Schlussendlich könnte ein Mindestlohn für das ganze Land eingeführt werden. Bisher gibt es einen solchen nur für wenige Branchen, darunter Farmarbeiter und Mitarbeiter im Sicherheitsgewerbe.

Namibia steht weiterhin fest an der Seite der Palästinenser auf ihrem Weg zu Selbstbestimmung und Selbstverwaltung. Dies unterstricht Außenministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah zum Auftakt einer hochrangigen Gesprächsrunde zu dem Thema. Hieran nimmt unter anderem auch der südafrikanische Amtskollege teil. Nandi-Ndaitwah rief die Weltgemeinschaft auf die „Apartheidhaltung“ Israels aufs Schärfste zu verurteilen.  Namibia habe einen ähnlichen weg wie Palästina bestritten und könne deshalb den Freiheitsdrang der Menschen dort verstehen. Man müsse das Bestreben der Menschen dort deshalb unterstützen und nicht gegen diese arbeiten. 

Die Zahl der in Namibia registrierten Fahrzeuge hat im letzten Jahr erstmals die Grenze von 400.000 überschritten. Dies geht aus dem nun vom Verkehrsunfallfonds MVA veröffentlichten „Road Claims & Crash Report“ 2020 hervor. Mehr als 167.000 Fahrzeuge sind in der Hauptstadt registriert. Es folgt Oshakati mit etwa 36.000 sowie Walvis Bay und Swakopmund mit jeweils 22.000 bis 25.000. Schlusslichter sind Arandis und Omuthiya mit weniger als 300 registrierten Fahrzeugen. Diese Registrierungsstellen wurden aber erst 2019 eingeführt.

Südafrika steht immer mehr im Dunkeln. Der staatliche Stromkonzern Eskom hat die Einsparstufe 4 ausgerufen, berichten Medien. Diese gelte zu bestimmten Tageszeiten, vor allem nachmittags und am Abend. In der Nacht werde dann auf Stufe 2 beim sogenannten „load shedding“ zurückgefahren. Alle Notfallaggregate seien nicht mehr einsatzfähig, weshalb es zu gezielten Abschaltungen der Stromversorgung kommen muss. Derzeit stünden mehr als 15.000 Megawatt ungeplant nicht zur Verfügung. Hinzu kämen fast 1300 Megawatt die durch geplante Instandhaltungsarbeiten nicht im Netz zur Verfügung stünden. Vor allem sei ein Teil des seit Januar in Abschaltung befindliche Kernkraftwerk Koeberg bisher nicht wieder am Netz.

Geschrieben von: Redaktion

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