2016

14. August 2016 – Nachrichten am Morgen

todayAugust 14, 2016

share close

In Simbabwe haben tausende Menschen bei einer Großkundgebung den Rücktritt von Präsident Mugabe gefordert. Der langjährige Oppositionsführer Tsvangirai sagte in seiner Rede, man habe sich versammelt, damit Mugabe die Stimme des Volkes hört. Er empfinde keinen Hass, sei aber nicht einverstanden damit, dass Mugabe mit 92 Jahren nicht auf den Thron verzichtet. Kritiker machen den 92-Jährigen für die schwere Wirtschaftskrise verantwortlich, unter der das südafrikanische Land seit Beginn des neuen Jahrtausends leidet. Mugabe will 2018 erneut zur Präsidentschaftswahl antreten.

In New York hat ein Mann einen Imam und seinen Assistenten erschossen. Der Angreifer hat die beiden nahe einer Moschee im Bezirk Queens in den Kopf getroffen, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann ist geflüchtet. Sein Motiv ist unklar – erste Ermittlungen hätten keine Hinweise darauf ergeben, dass die beiden Opfer aufgrund ihres Glaubens angegriffen worden seien, so die Polizei. US-Medienberichten zufolge hatten die beiden Männer gerade eine Moschee verlassen und trugen noch ihre Tracht.

Nachdem eine Rebellengruppe mit Unterstützung der USA die IS Kämpfer aus der nordsyrischen Stadt Manbidsch vertrieben haben, sind tausende Einwohner zurückgekehrt. Sie hatten in den vergangenen Monaten in Lagern um die Stadt herum gelebt. Über Manbidsch an der Grenze zur Türkei hatte der so genannte „Islamischen Staat“ Nachschub an Waffen und Kämpfer erhalten. Unterdessen wird die Lage in der umkämpften Stadt Aleppo für die verbliebene Bevölkerung immer schlimmer. Außenminister Steinmeier hat sich für eine humanitäre Luftbrücke ausgesprochen und will unter anderem mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow darüber verhandeln.

US-Vizepräsident Joe Biden will offenbar Ende August die Türkei besuchen. Das hat die Regierung in Ankara angekündigt. Der türkische Ministerpräsident Yildirim sagte dem TV-Senders CNN Türk, Biden werde am 24. August mit einer US-Delegation in die Türkei kommen. Es wäre der erste offizielle Türkei-Besuch eines ranghohen Regierungsvertreters aus dem Westen seit dem gescheiterten Militärputsch Mitte Juli. Die Beziehungen zwischen Ankara und Washington sind durch den Streit um die von der Türkei geforderte Auslieferung des Predigers Gülen belastet.

In Peru haben rund 50.000 Menschen gegen die im Land allgegenwärtige Gewalt gegen Frauen protestiert. An dem Protestzug beteiligten sich auch der erst seit Ende Juli amtierende Präsident Kuczynski, seine Frau Nancy Lange sowie mehrere Minister und Polizisten. Kuczynski sagte, er wolle sich für eine Kultur des Friedens und der Toleranz einsetzen. Und die Justizministerin erklärte, für eine erfolgreiche Politik der Gleichberechtigung müsse das Land mit seiner traditionellen Macho-Kultur brechen. Dazu sollten auch die Polizisten in ihrer Ausbildung stärker für das Thema sensibilisiert werden.

Geschrieben von: Redaktion

Rate it

0%